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Radfahren

Radfahren ist neben dem Schwimmen wohl der beste Sport, um mit Übergewicht und nach Jahren der Untätigkeit, mit dem Training zu beginnen. Es ist schonend für die Gelenke, nicht ganz so anstrengend wie Laufen und macht obendrein noch viel Spaß! Allerdings muss man einiges beachten, sonst wird aus dem Spaß, ganz schnell Frust.

Worauf Sie achten sollen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel. Es ist am Anfang völlig egal, für welchen Fahrradtyp Sie sich entscheiden. Mountainbike, Rennrad oder das gute alte Holland-Rad. Alle erfüllen ihren Zweck. Wenn Sie später merken, dass die Berge etwas für Sie sind oder dass Sie lieber schnell über das platte Land fahren wollen, können Sie sich noch immer für ein spezielles Rad entscheiden. Hier ein paar kurze Erläuterungen zu den einzelnen Radtypen.

Mountainbike

Das Mountainbike ist dafür ausgelegt, sich in bergigem Gelände fortzubewegen. Es eignet sich sowohl für Fahrten auf festen Straßen als auch im Gelände. Nachteilig ist, dass man aufgrund der Gelände-Übersetzung des Mountainbikes, keine hohen Geschwindigkeiten fahren kann. Man tritt einfach irgendwann ins Leere… Es gibt Mountainbikes in verschiedenen, zum Teil sehr extremen Ausführungen, zum Beispiel für Downhill. Viele dieser Modelle sind sehr speziell und für das von uns beabsichtigte Training nicht geeignet.

Radfahren

Radfahren ©iStockphoto/warrengoldswain

Als erstes gilt es zu entscheiden, ob man ein voll-, teil- oder nichtgefedertes Mountainbike möchte. Alle drei Radtypen haben Vor- und Nachteile, die wir Ihnen hier kurz erläutern wollen.

Vollgefedert

Ein vollgefedertes Rad ist sehr komfortabel zu fahren. Unebenheiten im Straßenbelag werden weg geschluckt und man hat immer optimalen Bodenkontakt. Auch bei Fahrten in schwerem Gelände kann man mit einem solchen Rad sehr gut umgehen. Allerdings erfordert das Bremsen mit einer Federgabel doch einiges an Übung. Besonders bei etwas höheren Geschwindigkeiten und Gefahrenbremsungen. Man hat mit den Armen und dem Körper schon ordentlich zu tun, das Rad vor einem Überschlag zu bewahren und dann gibt die Federgabel nach… An dieses Gefühl müssen Sie sich in jedem Fall langsam heran tasten, am Besten auf ruhigen Straßen und ruhig auch mal auf rutschigem Untergrund.

Sie können dem aber komplett aus dem Weg gehen, indem Sie sich eine etwas bessere Federgabel zulegen. Achten Sie darauf, dass die Gabel sowohl in Zug-, als auch in Druckstufe verstellbar ist. Außerdem muss die Möglichkeit vorhanden sein, die Gabel festzustellen. Besonders Letzteres ist sehr hilfreich auf langen Abfahrten oder auch bergauf, da man seine Kraft viel besser auf das Rad bekommt. Außerdem ist das Fahrgefühl einfach besser.

Sowohl die Federung vorn als auch hinten müssen auf Ihr Gewicht abgestimmt sein. Das heißt, die Federwege müssen lang genug sein und dem Druck auch bei kleinen Sprüngen standhalten können. Ein einfacher Druck mit dem Körpergewicht auf den Lenker reicht nicht zur Prüfung aus.

Teilgefedert

Teilgefederte Mountainbikes haben im hinteren Bereich eine Federmöglichkeit. Entweder per Schwinge, Stoßdämpfer oder einer Kombination aus Beidem. Auch hier gibt es große Qualitätsunterschiede und Unterschiede in der Funktionsweise. Für welche Dämpfung Sie sich entscheiden, hängt vom geplantem Einsatzzweck und Ihren persönlichen Vorlieben ab.

Starr-Rahmen-Räder

Als letzte Möglichkeit gibt es noch Mountainbikes mit Starr-Rahmen. Dieses Fahrrad kommt komplett ohne Federung aus, steht den gefederten Rädern aber in Nichts nach. Unebenheiten auf der Straße und im Gelände kann man auch mit dem Einsatz von Körper, Armen und Beinen gerade bügeln. Das erfordert nur ein bisschen Übung. Der Kontakt zur Straße ist unmittelbar und sehr direkt und somit kann das Gefühl für den Untergrund nicht besser sein. Auch bremsen und lenken gleichzeitig, zum Beispiel auf steilen Abfahrten, ist ohne Federung viel besser möglich, als mit der besten High-End-Telegabel. Ich persönlich fahre wirklich am liebsten mit einem Starr-Rahmen-Rad.

Das Rennrad

Ein Rennrad ist wirklich als reines Sportgerät zu verstehen. Es ist konstruktionsbedingt nur wenig alltagstauglich und hat zum Beispiel im Stadtverkehr einige Nachteile, da Ungeübte in Stress-Situationen nur sehr schwierig aus den Klick-Pedalen kommen. Das hat schon des öfteren zu Unfällen geführt. Mit einem Rennrad sollten Sie sich nur in den Stadtverkehr wagen, wenn Sie schon diverse Kilometer mit der Maschine abgespult haben und Sie sich auf dem Rad so fühlen, als wäre es ein Teil Ihrer selbst. Das bedeutet im Klartext, dass Sie sich absolut sicher fühlen und das Rad auch in brenzligen Situationen komplett unter Kontrolle haben MÜSSEN!

Zu Rennrädern gibt es im Grunde nicht viel zu sagen. Das Wichtigste ist, das Rennrad muss Ihnen absolut passen! Sie nehmen auf dem Rennrad zum Teil wirklich extreme Körperhaltungen ein. Zum Beispiel, wenn Sie in der unteren Lenkerposition fahren. Das allein ist schon sehr anstrengend. Wenn Ihnen dann das Rad nicht passt, weil es zu klein ist, bekommen Sie Atemprobleme, da das Zwerchfell eingeklemmt ist. Aber auch die Oberlenker-Position ist nicht so ganz ohne und unterscheidet sich von der üblichen Sitz-Position auf einem normalen Rad um Einiges.

Um das genau richtige Rad für Sie auszusuchen, gehen Sie bitte unbedingt in ein Fachgeschäft! Sie investieren viel Geld für ein gutes Rennrad und ich bezweifele wirklich, dass der Verkäufer in der Fahrradabteilung des Baumarkts in der Lage ist, Sie entsprechend zu beraten. Zumal diese Räder meistens absolut nicht zu empfehlen sind. Lassen Sie sich im Fachgeschäft am Besten auch die Lenker- und Sitzposition einstellen. Das ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Jetzt müssen Sie nur noch darauf achten, die richtige Übersetzung der Gangschaltung zu wählen. Das hängt sehr stark von Ihrer individuellen Kondition und den landschaftlichen Gegebenheiten in in Ihrer Umgebung ab. Also ob Sie in Ostfriesland auf dem „pladden Land gleich hinterm Deich“ leben oder in den Bergen des Schwarzwaldes. Detailliertere Informationen finden Sie in dem entsprechendem Tutorial, das wir für Sie bereitgestellt haben.

Bedenken Sie immer, dass ein Rennrad sich komplett anders fährt, als Ihr guter alter Drahtesel aus der Schulzeit. Das Rad lenkt leichter und bremst besser. Für Ungeübte manchmal ein bisschen zu gut. Auch die dünnen Reifen haben sehr spezielle Fahreigenschaften, die man kennen muss. Ist zum Beispiel die direkte Auflagefläche des Reifens auf der Straße bei einem normalem Fahrrad etwa so groß wie ein Hühnerei, so verringert sich diese beim Rennrad etwa auf die Größe des Daumennagels!!! Nehmen Sie sich also genug Zeit, Ihr neues Sportgerät gut kennen zu lernen. Damit meinen wir, fahren Sie mindestens 500, besser noch 1000 Km, bevor Sie sich an schnelle Abfahrten oder Ähnliches wagen.

Gangschaltung

Wenn Sie zum ersten Mal auf einem Fahrrad mit Gangschaltung sitzen, werden Sie sich fragen: „Was tun mit den vielen Gängen?“. Die Antwort ist ganz einfach und es gilt folgende Faustregel: Je größer der Zahnkranz vorn, umso schwerer muss man treten. Man fährt jedoch viel schneller. Das Gleiche trifft auf den kleinen Zahnkranz hinten zu. Um also eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erzielen, muss man vorn möglichst groß und hinten möglichst klein fahren. Nachteilig ist, dass dazu sehr viel Kraft erforderlich ist und man eine gewisse Grundgeschwindigkeit erreicht haben muss, um diese Übersetzung beim Rennrad überhaupt treten zu können.

Allerdings werden Sie mit der eben geschilderten Übersetzung kaum einen längeren oder steilen Berg hoch kommen. Hier sollten Sie vorn auf das mittlere oder kleine Kettenblatt und hinten auf einen möglichst großen Zahnkranz schalten. Sie werden jetzt zwar sehr langsam fahren, dürften aber auch steile Wegpassagen relativ leicht bewältigen. Man spricht hier auch von Untersetzung.

Sie werden sehen, es ist viel weniger kompliziert, als es sich anhört. Probieren Sie Ihre neue Schaltung einfach aus und sehen Sie dann, was passiert. Wichtig ist auch, dass man die Kette nicht zu sehr quält. Im Klartext. Vorne und hinten auf dem großen Kranz zu fahren, ist zum einen technisch unsinnig (besser wäre vorn auf das mittlere Kettenblatt und hinten irgendwo in die Mitte des Ritzels zu schalten), zum anderen schädigt man seine Kette unnötig. Die Kraft geht gerade nach vorn, die Kette läuft aber schräg und dafür ist sie nicht gemacht. In der Folge „längt“ die Kette sehr und wird „weich“.

Idealerweise läuft die Kette immer schön gerade und parallel zum Rad oder vereinfacht ausgedrückt: Fährt man vorne auf dem großen Kranz, sind die beiden hinteren großen Kränze tabu. Und umgekehrt. Wenn Sie vorne das mittlere Kettenblatt gewählt haben, können Sie hinten schalten wie Sie wollen und wie es die Situation erfordert. Vor allem Anfänger machen den Fehler, die Schaltung nur sehr begrenzt einzusetzen. Das mag auf dem flachen Land noch gut funktionieren, doch in den Bergen kann dass, besonders am Anfang schnell im Frust enden, da man sich unnötiger Weise verausgabt. Die Folge ist eine zu hohe Laktat-Konzentration in den Muskeln, mit der Folge, dass diese den Dienst komplett einstellen können.

Benutzen Sie Ihre Schaltung!!! Mit der Zeit entwickelt man auch ein gutes Gefühl für das Zusammenspiel von den vorderen Kettenblättern und den hinteren Zahnkränzen und wann Sie wie, an welcher Steigung schalten müssen. Irgendwann macht man das ganz automatisch und denkt überhaupt nicht mehr darüber nach. Das ist wie beim Autofahren. Machen Sie es aber nicht zu leicht mit der Schaltung. Außer vielleicht ganz am Anfang. Wann Sie den richtigen Gang fahren, sagen Ihnen Ihre Oberschenkel und die Luft, die Sie benötigen. Und vergessen Sie nicht. Ein leichtes Brennen beim Training in den Muskeln ist das Ziel und kein Grund das Training abzubrechen…:-) Einfach nur auf dem Rad in einem leichten Gang vor sich hinzustrampeln, bring Ihnen nichts und sieht auch nicht sehr vorteilhaft aus.

Vielfach haben sich so genannte Grip-Shift-Schaltungen etabliert. Diese Dinger mögen an einem Holland-Rad für den sonntagnachmittäglichen Ausflug noch sehr brauchbar sein. An einem Mountainbike im sportlichen Einsatz, haben sie nichts zu suchen. Das hat folgenden Grund, wenn Sie zum Beispiel auf einer kurvenreichen Abfahrt gleichzeitig bremsen und schalten wollen, haben Sie ein Problem. Sie können nur sehr schwer den Griff der Schaltung drehen und gleichzeitig dosiert am Bremshebel ziehen. Und dann müssen Sie ja auch noch um die Kurve lenken…

Als am tauglichsten haben sich die Schaltungen erwiesen, die Sie mit dem Daumen unterhalb des Lenker-Griffes bedienen können. Diese funktionieren sehr zuverlässig und sind in fast allen Fällen gut bedienbar. Achten Sie beim Kauf Ihrer Schaltung oder Ihres neuen Rades darauf, immer beste Qualität zu kaufen! Auf einer Schaltung kann Shimano stehen, doch wenn diese nur 15 Euro kostet, kann Sie nicht gut sein. Man bekommt immer genau das, was man bezahlt! Auch bei vermeintlichen Superschnäppchen…. Eine gute Schaltung für die hinteren Zahnkränze kann gern 70 Euro und mehr kosten. Das ist tatsächlich gespartes Geld. Erstens wird diese Schaltung immer besser funktionieren und viel länger halten.

Fahrräder aus dem Baumarkt

Dazu möchte ich kurz einen Test der Stiftung Warentest wiedergeben. In einem Baumarkt wurden zwei Fahrräder der mittleren Preisklasse gekauft, die ausdrücklich zum Gebrauch von Downhill-Rennen gekennzeichnet waren. Diese beiden Räder wurden Sportlern zum Test auf einer entsprechenden Strecke überlassen. Das Ergebnis war katastrophal! Bei einem Rad versagte schon nach zwei Minuten die Vorderrad-Bremse (Die Wichtigste am Rad!) komplett. Nach wenigen kleinen Sprüngen, waren die Räder verbogen und wiesen große „Achten“ auf. Speichen waren gebrochen! Das Schlimmste war ein Anbruch des Rahmens an einem der Räder. Zum Glück bemerkte der Sportler dies aufgrund seiner großen Erfahrung und hielt an. Die nächste Bodenwelle hätte einen Sturz der schlimmsten Art zur Folge gehabt. Und das bei den hohen Geschwindigkeiten, die beim Downhill gefahren werden!!!

Zugegeben, das waren extreme Belastungen. Die Auswirkungen setzen im normalen Stadtverkehr jedoch auch ein. Wenn auch mit einer gewissen Zeitverzögerung. Doch nach ein paar Monaten ist das Rad genau so kaputt wie nach dem Test durch die Sportler. Das Geld, das Sie jetzt für Reparaturen ausgeben müssen, hätten Sie lieber besser gleich in gutes Material investiert. Egal, wie schick und glänzend diese Fahrräder im Laden auch aussehen, ob mit oder ohne Scheibenbremsen oder was auch immer. Lassen Sie diese stehen! Ich persönlich würde ein solches Rad nicht mal für meine Kinder zum Spielen kaufen. Geschweige denn für den Schulweg.

Gerade Räder für Kinder sollten von guter Qualität sein, da sie Bordsteinkanten und kleine Treppen als befahrbare Hindernisse ansehen. Hier kann es zu Vorschäden im Fahrrad kommen, die sich irgendwann bei voller Fahrt zu einem Bruch des Rahmens oder anderem ausweiten können. Zugegeben, Kinder wachsen schnell aus einem Rad raus, doch wenn man das neue Rad mit etwas Weitblick anschafft, kann man auch diesem Umstand gut begegnen. Außerdem lässt sich ein Markenrad noch für einen guten Preis auf dem Flohmarkt verkaufen.

Man könnte es pauschal so zusammenfassen. Man bekommt, was man bezahlt! Niemand ist in der Lage, ein hochwertiges Rad für 120 Euro zu produzieren und zu vertreiben! Achten Sie immer auf gute Qualität. Besonders beim Fahrrad, da bei Abfahrten aber auch im Alltag recht hohe Geschwindigkeiten gefahren werden. Wenn Sie dann bremsen und ins Leere greifen, ist das ein Moment, den man seinem ärgsten Feind nicht wünscht.

Grundsätzliches zur Qualität

Achten Sie beim Kauf eines neuen Rades immer auf Qualität! Das muss nicht heißen, dass Sie jetzt viel Geld ausgeben müssen. Viele Fahrradhändler bieten auch Fahrräder aus zweiter Hand an, die von anderen Kunden beim Neukauf in Zahlung genommen wurden. Diese werden dann generalüberholt und wieder verkauft. Oft für einen Bruchteil des Neupreises, obwohl Sie eigentlich ein neuwertiges Fahrrad kaufen…

Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich irgendwo ein gutes, gebrauchtes Rad zu besorgen und dieses entweder selber zu reparieren oder von einer Fachwerkstatt instand setzen zu lassen. Falls Sie sich doch für den Kauf eines neuen Rades entscheiden, sollte es mindestens 900 Euro kosten. Tatsächlich sparen Sie damit Geld, denn an billigen Rädern geht sehr viel kaputt. Diese Reparaturkosten fressen die Preisersparnis beim Kauf des Rades sehr schnell wieder auf und verursachen in der Regel noch höhere Kosten. Sollten trotzdem Reparaturen anstehen, greifen Sie immer zum besten Material! Besonders bei sicherheitsrelevanten Bauteilen! Felgen, Reifen und Bremsen sollten immer zu dem Besten gehören, was der Markt hergibt.

Besser im Sitzen oder im Stehen fahren?

Das kommt ganz auf die jeweilige Situation an. Grundsätzlich kann man aber sagen, der Hintern gehört auf den Sattel, dafür ist dieser ans Rad gebaut. Es gibt jedoch Situationen, da ist es gut, aus dem Sattel zu gehen. Zum Beispiel bei einem schnellen Antritt, um über eine kurze Erhöhung zu hopsen ohne extra herunter schalten zu müssen oder einfach nur, um auf längeren Touren dem Hintern eine kurze Entlastungspause zu bieten. Beim Fahren im Sitzen oder im Stehen werden unterschiedliche Muskelgruppen in den Beinen beansprucht. So kann man durch kurze Passagen im Stehen, den Muskeln die üblicherweise beansprucht werden, eine kurze Pause ermöglichen.

Bei längeren Fahrten in den Bergen, bleibt man im Sattel. Man wird zwar für einen Moment schneller, wenn man aus dem Sattel geht, bezahlt aber dafür meist mit einer hohen Sauerstoffschuld beim Körper. Das heißt, man ist sofort im aneroben Bereich und diese Belastung kann man nicht lange aufrecht erhalten. Aus diesem Grund ist auch vor einem Hochschalten abzuraten, bevor man aus dem Sattel geht. Wenn man einen Berg hochfährt und man sieht das Ende dicht vor sich, dann tritt man die Übersetzung so lange, bis man eigentlich runter schalten müsste und geht dann aus dem Sattel, um noch schnell über die Kuppe zu kommen. Ist der Gipfel des Berges zu weit entfernt, hilft nur das Herunter-Schalten in den nächst leichteren Gang.

Um im Sitzen möglichst viel Kraft auf die Pedale zu bekommen, ist es elementar wichtig, dass die Sitzposition optimal eingestellt ist. Wenn Sie sich damit überhaupt nicht auskennen und es möglichst perfekt haben wollen, hilft nur der Gang ins Fachgeschäft. Die Einstellarbeiten dauern etwa eine Viertelstunde, doch der Aufwand lohnt sich. Wenn Ihnen das zu viel des Guten ist, hier ein paar Tipps, wie man den Sattel möglichst genau einstellt ohne eine Wissenschaft davon zu machen. Der Sattel sollte sich in möglichst waagerechter Position befinden. Es gibt Sportler, zu denen ich auch gehöre, die nehmen für diesen Zweck eine Wasserwaage zur Hilfe. Nur wenn dauerhafte Probleme mit dieser Sitzposition auftreten, kann man die Sattelspitze minimal absenken. Aber wirklich nur ein paar Millimeter. Gegebenenfalls kann man später nochmal etwas nachjustieren. Halten Sie sich aber immer vor Augen, dass der Sattel so gerade wie möglich sein soll.

Bei guten Rädern kann man den Sattel noch in seinem Abstand zum Lenker justieren. Grundsätzlich gilt dabei, sitzen Sie so dicht wie möglich über dem Tretlager. Das ist in der Praxis kaum zu erreichen, versuchen Sie sich aber dieser Sitzposition so weit wie möglich anzunähern. Jetzt kommen wir zu dem Punkt, bei dem am meisten falsch gemacht wird. Der Sattel-Höhe. Um diese gut einzustellen, benötigen Sie einen Helfer, der Ihnen hilft, das Rad während der Anprobe in der Senkrechten zu halten. Setzen Sie sich in normaler Postion auf das Rad. Die Hände sind an den Lenker-Griffen und Sie haben Ihre Sport- oder Radschuhe an den Füßen. Jetzt stellen Sie die Pedalen so, dass eine exakt oben und eine exakt unten steht. Wenn Sie gerade auf dem Rad sitzen (vom Helfer kontrollieren lassen) müssen Sie die untere Pedale, bei gestrecktem Bein, mit dem Hacken berühren können.

Stellen Sie den Sattel zu hoch, bekommen Sie Sitzprobleme. Ist er zu niedrig, brauchen Sie zu viel Kraft. Bedenken Sie auch, dass der Hintern eine Weile braucht, um sich an neue Sitzpositionen zu gewöhnen. Das kann durchaus auch mal vier Wochen dauern. Sie sollten nur sofort reagieren, wenn Sie wund werden oder die Probleme, auch nach einigen Wochen des Trainings, noch am nächsten Tag unangenehm zu spüren sind.

Radhose

Ich kann auch immer wieder dazu raten, sich eine oder zwei richtige Radhosen zuzulegen. Diese haben an den entscheidenden Stellen keine Nähte und sind auch leicht gepolstert. Nehmen Sie keine Radhose mit zu dickem Polster! Das dicke Polster verursacht in der Regel mehr Probleme als ein ganz dünnes. Als sehr brauchbar haben sich die Hosen erwiesen, die von Triathleten benutzt werden. Das Polster ist sehr dünn, da es nach dem Schwimmen sehr schnell trocknen muss. Von Einsätzen aus Leder, ist aus hygienischen Gründen abzuraten.

Es gibt diese Radhosen mit und ohne Trägern. Beide haben Vor- und Nachteile. Die Hose mit Trägern sitzt einfach immer sehr gut und schützt obendrein noch die Nierengegend vor Zugluft. Problematisch wird es, wenn Sie auf der Strecke mal müssen. Dann muss das T-Shirt ausgezogen werden, die Träger herunter gelassen werden und Sie stehen halb nackt irgendwo in der Landschaft. Und glauben Sie mir, genau in diesem Moment kommt immer jemand vorbei…:-) Außerdem kann es im Sommer in diesen Hosen ganz schön warm werden, da sie meistens noch einen Teil des Bauches und des Rückens mit bedecken.
Für welche Art von Hose Sie sich letztens entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und dem geplantem Einsatzzweck ab.

Klick-Pedale

Klickpedale sind eine sehr nützliche Erfindung und tragen auch wesentlich zur Sicherheit bei sportlicher Fahrweise bei. Allerdings gibt es einiges zu beachten. Besonders für diejenigen, die noch keine Erfahrungen damit haben.

Es gibt Klick-Pedale in den unterschiedlichsten Ausführungen, die sich sowohl für den hoch professionellen Einsatz als auch für den Freizeitbereich eignen. Sie unterscheiden sich in der Regel eigentlich nur durch die individuelle Benutzbarkeit. Profimaterial hält den Fuß besser, was aber für den Anfänger oft nicht so wünschenswert und eigentlich auch unnötig ist, da er niemals die Kräfte aufs Pedal bringt wie ein Profi.

Ihr Hauptaugenmerk sollte beim Kauf einfach darauf liegen, wie Sie persönlich damit zurecht kommen. Also, wie leicht fällt Ihnen das Auf- und Absteigen mit den Pedalen. Wichtig ist ebenfalls eine einfache Verstellmöglichkeit, der Haltekraft des Pedals. Dies sollte ohne Werkzeug möglich sein.

Wozu dienen Klickpedale? Der wichtigste Grund ist der, den Fuß möglichst fest auf dem Pedal zu fixieren. Wenn Sie zum Beispiel einen Berg hinauf fahren und beim Herunter-Schalten aus Versehen zwei Gänge erwischen, statt nur einem, dreht sich das Pedal plötzlich so leicht, dass der Fuß nach vorn von der Pedale rollt. Im Gelände kann das böse Folgen haben. Aber auch auf der Straße sind Hautabschürfungen am Bein fast immer mit dabei. Im Gelände, besonders bei schnellen Abfahrten, ist es absolut wichtig, fest in den Pedalen zu stehen. Sonst kann es passieren, dass die Erschütterungen der Strecke Sie aus den Pedalen heben. Klick-Pedale bieten noch einen dritten Vorteil. Wenn Sie etwas trainierter sind, werden Sie merken, dass es vorteilhaft ist, nicht immer nur nach unten zu treten, sondern das andere Bein mit nach oben zu ziehen. So etwas ist nur mit Klick-Pedalen möglich.

Wichtig ist, dass Sie sich in Ruhe an die neuen Pedale gewöhnen und zu aller erst den Umgang üben. Dazu gehört vor allem das Herausdrehen des Fußes aus den Pedalen auf beiden Seiten. Ruhig mal eine Stunde auf einem Parkplatz auch mal enge Figuren in langsamen Tempo fahren, wenn die Füße fest sind. Ebenso sollte das Auf- und Absteigen geübt werden. Das Einfädeln des Fußes ins Klick-Pedal muss funktionieren, ohne dass Sie hinsehen. Solange Sie dies nicht perfekt beherrschen, fahren Sie nicht auf der Straße! Der Moment, den Sie brauchen, um den Fuß ein zu fädeln reicht aus, um das nun plötzlich doch wieder bremsende Auto vor einem nicht zu sehen und auf zu fahren.

Das Herausnehmen des Fußes erfolgt durch ein Nachaußendrehen des Hackens. Viele Anfänger haben Angst, dass Sie beim Absteigen den Fuß nicht rechtzeitig vom Pedal bekommen. Diese Angst ist unbegründet. Mir ist es selber mal passiert, dass ich bei extrem fest gestellten Pedalen, plötzlich beide Beine am Boden brauchte. Der Schreck (ich befand mich schon im Kippen) verlieh mir die Kraft, die Beine einfach nach oben aus den Pedalen zu reißen. Wenn Sie die Pedale nicht so fest machen, was unser Tipp für den Anfang wäre, können Sie die Füße jederzeit mit geringem Kraftaufwand nach oben wegziehen.

Deshalb auch unser Tipp zu engen Figuren auf einem ruhigen Parkplatz. Da passiert es schon mal, dass man das Gleichgewicht verliert und plötzlich einen Fuß auf dem Boden braucht. Sie werden merken, dass Ihre Reflexe von ganz allein dafür sorgen, dass alles klappt. Die größte Barriere ist jedoch meist die im Kopf. Aber die kann man durch fleißiges und konzentriertes Üben sehr schnell weg trainieren.

Sicherheit beim Radtraining

An dieser Stelle wollen wir Ihnen einige wichtige Ratschläge in Puncto Sicherheit beim Radfahren ans Herz legen. Die allerwichtigste zuerst. Fahren Sie niemals ohne Helm! Niemals! Mehr als 90 Prozent aller Radfahrer ziehen sich bei einem Unfall Kopfverletzungen zu. Zum Teil sehr schwere. Schauen Sie doch bei der nächsten Tour de France einfach mal die Zusammenfassung einer Etappe an. Wenn sich Stürze ereignen, werden diese dort gezeigt. Achten Sie mal besonders darauf, wie viele Fahrer, zum Teil sehr heftig, mit dem Kopf aufschlagen. Und bei diesen Leuten handelt es sich um Profis, die stürzen können und wissen wie man sich richtig verhält.

Bei einem Großteil der Radunfälle werden Radfahrer von der Seite umgefahren. Meistens wenn PKW abbiegen, rückwärts aus Einfahrten kommen oder beim Nichtbeachten der Vorfahrt. Sie werden dann mit voller Wucht von der Seite umgestoßen. Durch den Peitschen-Effekt knallt der Kopf brutal auf die Straße. Glauben Sie uns, dass ist auch mit besten Reflexen fast nicht zu verhindern. Die meisten dieser Unfälle ereignen sich innerorts auf dem Weg zum Supermarkt oder dem Weg zur Arbeit. Deshalb auch bei kurzen Wegen, nie ohne Helm!

Helmkauf

Worauf müssen Sie achten, wenn Sie sich einen neuen Helm zulegen? Das wichtigste Merkmal für einen guten Helm ist, wie immer, Qualität. Was aber in diesem Fall nicht unbedingt teuer sein muss. Einen guten Helm bekommen Sie schon für 30 bis 50 Euro.

Das zweite wichtige Merkmal ist eine gute Passform. Einen Helm, der drückt oder anderweitig unbequem ist, trägt man nicht lange. Lassen Sie sich bei der Anprobe ruhig Zeit. Ein leichtes drücken, kann sich nach einer Stunde zu einem unangenehmen Schmerz ausweiten. Es ist auch wichtig, dass sich der Helm einfach und unkompliziert in der Größe verstellen lässt. Besonders, wenn Sie jetzt noch etwas übergewichtig sind. Wenn Sie durch das Training abnehmen, wird auch der Kopf kleiner. Außerdem kann es während des Trainings immer mal passieren, dass man den Helm mal verstellen möchte. Der Helm muss immer fest sitzen, aber darf nicht drücken. Der Kinnriemen muss immer fest angezogen sein und den Helm gut in seiner Position halten. Ein locker sitzender Helm nutzt Ihnen fast nichts und kann sogar böse Verletzungen verursachen! Achten Sie ebenfalls darauf, dass der Hinterkopf gut geschützt ist, das ist ein großes Manko vieler Helme. Einige Helm-Modelle sitzen wie ein Boot oben auf dem Kopf, statt ihn rundherum zu schützen.

Ebenso wichtig ist ein Insektenschutz-Gitter an den vorderen Belüftungsschlitzen. Jeder kann sich vorstellen, was eine wütende Wespe unter einem Helm so alles anrichten kann. Auf jeden Fall, werden Sie heftig abgelenkt.

Rad-Handschuhe

Radhandschuhe sind wesentlich mehr, als ein schickes Accessoire zu Ihrer Sportbekleidung. Sie erfüllen den wichtigen Zweck, die Hände fest am Lenker zu halten und diese vor einem Abrutschen zu bewahren.

Gerade bei sportlicher Fahrweise gerät man leicht ins Schwitzen. Besonders an den Innenflächen der Hände, die vor jeglichem Fahrtwind gut geschützt sind. Auch herunter laufender Schweiß von den Unterarmen sammelt sich an den Händen und Lenker-Griffen und machen diese rutschig. Bei einer Fahrt im Gelände, einem übersehenem Schlagloch oder einfach nur beim Ziehen am Lenker an einem Berg, können Sie einfach abrutschen. Mit denkbaren Folgen… Radhandschuhe saugen den Schweiß auf und sorgen für den nötigen Gripp am Lenker. Achten Sie beim Kauf auf gute Passform und vielleicht auch darauf, dass sich auf dem Hand-Rücken saugfähiges Material befindet, mit dem man sich auch mal den Schweiß abwischen kann. Ebenso sollte bei Rennradfahrern der Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger gut gepolstert sein. Das wird dann wichtig, wenn Sie in der Oberlenker-Position mit den Händen an den Bremsgriffen fahren.

Wenn Sie auch zu den harten Knochen gehören, die weder Sturm noch Regen schrecken können, empfehlen wir Ihnen Handschuhe aus Neopren. Besonders bei Regen sind diese Gold wert. achten Sie beim Kauf auf eine gute Grifffläche. Ruhig mal im nassen Zustand am Lenker ausprobieren. Es gibt diese in jedem guten Sportfach-Geschäft oder aber auch in gut sortierten Anglerläden.

Gute Sichtbarkeit

Kaufen Sie Ihre Radkleidung immer unter der Haupt-Prämisse der guten Sichtbarkeit. Signalfarben und Reflektor-Streifen sind absolute Pflicht! Besonders, wenn Sie des öfteren in die Dämmerung kommen. Achten Sie doch bei Ihrer nächsten Autofahrt mal selbst auf Radfahrer in Alltagskleidung. Wenn diese noch ohne Licht unterwegs sind und es vielleicht noch regnet, werden sie in der Dämmerung fast unsichtbar. Je besser Sie von anderen gesehen werden können, um so besser!

Das Gleiche gilt für das Licht am Rad. Achten Sie darauf, selbst gut sehen zu können, aber auch gesehen zu werden. Zum Glück gehört der gute alte Reifen-Dynamo der Vergangenheit an. Diese Dinger machten immer mehr Scherereien als Licht. Eine sehr gute Alternative sind Naben-Dynamos, die man aber an Sporträdern nur selten findet. Greifen Sie hier am Besten auf batteriebetriebene Anstecklichter auf LED-Basis zurück. Diese verbrauchen wenig Batterie-Strom, geben ein gutes Licht und sind auch noch gut zu sehen. Ich persönlich finde diese blinkenden Rücklichter sehr praktisch und sinnvoll. Leider sind diese in Deutschland als alleinige Beleuchtung am Fahrrad nicht zulässig. Doch man kann, um dem Gesetz genüge zu tun, ein normales rotes Rücklicht ans Rad montieren und sich zusätzlich noch so eine Blinkleuchte an die hintere Hosentasche stecken. Nicht vergessen abzunehmen…:-)

Ebenso gehören an jedes Fahrrad, auch an Sporträder, Speichen-Reflektoren zur absolut nötigen Grundausstattung. Sie erinnern sich, was wir über das Umgefahrenwerden von der Seite geschrieben haben…

Worauf Sie sonst noch achten müssen

Bewegen Sie sich immer umsichtig im Straßenverkehr und rechnen Sie stets mit der Unachtsamkeit oder Dummheit anderer Leute. Die sich plötzlich öffnende Autotür gehört da zu den klassischen Beispielen. Hier hilft nur, in ausreichendem, seitlichen Abstand an geparkten Autos vorbei zu fahren und die Hände immer an der Bremse zu haben. Gefährlich sind auch Radwege, die über Land führen. In einigen Gegenden haben sich Modelle etabliert, bei denen der Radweg an einer Kreuzung nicht geradeaus weiterführt, sondern kurz in die Kreuzung einbiegt und dann die Straße quert. Es kommt hier zu einer unklaren Vorfahrts-Situation. Der Radfahrer wähnt sich auf der vorfahrtsberechtigten Hauptstraße, auf der er sich aber tatsächlich nicht mehr befindet. Der gerade abgebogene Autofahrer geht in dieser Situation berechtigt davon aus, Vorfahrt zu haben. Solche Missverständnisse können schnell tödlich enden. Viele Autofahrer haben sich an den Schulterblick beim Abbiegen gewöhnt. Der nutzt aber bei Radwegen der oben beschriebenen Art nichts, da der Radweg meist schon vor der Kreuzung abbiegt. Oder der Autofahrer geht davon aus, dass der Radfahrer ebenfalls abgebogen ist, bis dieser plötzlich vor ihm die Straße quert. Wenn Sie in solchen unklaren Situationen sind, lassen Sie den Autos den Vortritt. Recht haben, hin oder her. Sie wissen nicht, ob ein Fahranfänger oder ein alter Routinier hinter dem Steuer sitzt und im Zweifelsfall sind Sie der Schwächere.

Radwege in Städten bergen ähnliche Gefahren. Grundstücksausfahrten und Kreuzungen werden immer wieder zu Orten, an denen Radfahrer zu Tode kommen. Rechnen Sie besonders in der Stadt mit allem und fahren Sie stets der Situation angepasst!!! Besonders beim Abbiegen kommt es immer wieder zu Unfällen. Der Radfahrer, der sich schon fast auf der Straße befindet, sieht das Auto erst, wenn es zu spät ist und wenn dann der Autofahrer den Schulterblick vergessen hat…. Es ist zwar verboten, doch wenn der Radweg nicht sehr befahren ist, benutze ich ihn in der verkehrten Richtung. So habe ich einen optimalen Blick auf abbiegende Fahrzeuge. Das zwingt zwar zu noch größerer Umsicht an Grundstücksausfahrten, da niemand mit einem Radfahrer aus dieser Richtung rechnet, ist aber doch weniger gefährlich, als die augenblickliche Lösung.

Natürlich macht man entgegenkommenden Radfahrern Platz. Für Einige ist es eben „Ihre Seite“ und die kann man auch in der Mitte befahren….

Musik hören beim Training

Ganz ehrlich? Machen Sie es nicht! Man hört auf dem Fahrrad aufgrund des Fahrtwindes sowieso schon sehr wenig. Mit Kopfhörern im Ohr geht das Hörvermögen für Umgebungsgeräusche gegen Null. Wenn jetzt noch ein Auto dicht überholt, kann man sich ganz schön erschrecken und reflexartig in die andere Richtung ausweichen. Außerdem kommt noch die Sogwirkung des Vorbeifahrenden Autos dazu. Das kann einen ganz schön ins Schlingern bringen. Sie wären nicht der Erste, der in einer solchen Situation zu Fall kommt. Ebenso kann man Warngeräusche oder einen Krankenwagen sehr leicht überhören. Man könnte den Faden noch weiter spinnen, doch Sie verstehen, was wir meinen.

Die größte Risiko-Gruppe

Zu der Gruppe mit den meisten schweren Unfällen gehören Männer zwischen 40 und 50! Warum ist das so? Ab diesem Alter lassen die körperlichen Fähigkeiten nach. Reaktionsvermögen, Kraft und Reflexe sind nicht mehr so, wie vor 20 Jahren. Was man früher, mit der Kraft der Jugend, spielend geschafft hat, geht verloren und kann nur durch Training und Übung wieder auf den alten Stand gebracht werden. Leider haben dass viele Mitglieder der oben genannten Gruppe nicht realisiert oder halten sich für die berühmte Ausnahme von der Regel. Nachdem man die letzten 10 Jahre große Teile seiner Freizeit damit verbracht hat, auf dem Sofa zu sitzen und sich vom Fernseher hypnotisieren zu lassen, geht es jetzt aufs Mountain-Bike. Nachdem einige leichte Fahrmanöver geglückt sind, ist das nächste Ziel die steile Abfahrt….

Es ist besonders für diese Gruppe wichtig, sich wirklich langsam und ganz neu an Herausforderungen heran zu tasten. Manche Dinge funktionieren jetzt anders. Dies bringt aber gleich mehrere Vorteile mit sich. Erstens üben Sie schwierige Situationen langsam, sie erlangen zeitgleich bessere Fähigkeiten und kennen Ihre Grenzen sehr gut. Ihr Unfallrisiko sinkt damit erheblich. Und mal ganz ehrlich. Einige Sachen können die jungen Leute einfach besser. Da sollte man die Größe haben, diese auch jenen zu überlassen…:-)

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