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Aktueller Gesetzesentwurf zu REITs

Der deutsche Bundestag hat am 22. März 2007 das Gesetz zur Schaffung deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen beschlossen. Diesem Gesetz hat der Deutsche Bundesrat am 30. März ebenfalls zugestimmt. Rückwirkend zum 1. Januar 2007 werden somit die steuerbegünstigten Immobilien-Aktiengesellschaften in Deutschland zugelassen.

Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass es sich bei den deutschen REITs um börsennotierte Aktiengesellschaften handeln wird. Börsennotierte Aktiengesellschaften unterliegen den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes. REITs werden sich in verschiedenen Aspekten von den bisherigen Möglichkeiten der indirekten Immobilienanlage unterscheiden, die sich vor allem in der größeren Transparenz, der Steuerbefreiung, der intensiven und genauen Kontrolle durch den Kapitalmarkt, sowie einer stärkeren Spezialisierung der enthaltenen Marktsegmente widerspiegeln. Alle Besonderheiten und typischen Kennzeichen der REITs sollen im so genannten REITG (REIT-Gesetz) festgelegt werden.

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Skyscraper @iStockphoto/Vladitto

Unternehmensgegenstand der REITs sind sämtliche Immobilien (mit Ausnahme von Bestandsmietwohnimmobilien) und Anteile an Immobiliengesellschaften in In- und Ausland, die sie erwerben, halten, verwalten und veräußern dürfen. REITs sind sowohl von der Gewerbe- als auch von der Körperschaftssteuer befreit, müssen im Gegenzug jedoch mindestens 90% der erzielten Gewinne an die Anleger auszahlen. Die Besteuerung erfolgt dann erst auf der Ebene der Anleger.

Stand: 2007