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Arten von Zahnimplantaten

Zahnimplantate sorgen für ein sicheres Lebensgefühl. Mit schönen Zähnen fällt jedes Lächeln leicht , schließlich sind Implantate von „echten“ Zähnen kaum zu unterscheiden und sie sitzen richtig fest. Heutzutage ist Zahnersatz nicht mehr „lästig“, er kann Ihrem Gesicht sogar das gewisse Etwas geben. Fehlende Zähne sollten immer ersetzt werden, nur so bleibt Ihr Gebiss erhalten und Ihr Lächeln strahlend schön. Wenn Sie sich für Implantate entscheiden, stellt sich oft die Frage: Aus welchen Materialien sind die eigentlich gefertigt und wie lange sind sie haltbar? Schließlich sind Implantate nicht ganz billig. Sie sind aber heute Gang und Gäbe und sind ein komfortabler Ersatz für Ihre fehlenden Zähne. Von Sofort-Implantaten ist eher abzuraten, die Langzeitwirkung ist leider noch nicht erforscht.

Die Formen der Implantate

Natürlich existieren die verschiedensten Formen, aber die Schrauben-Implantate haben sich weitgehend durchgesetzt und werden von vielen Zahnärzten gerne verwendet. Lassen Sie sich vom Zahnarzt gut beraten, er kennt Ihren Kieferknochen und entscheidet sich sicher richtig. Bei den Schrauben-Implantaten gibt es zwei verschiedenen Möglichkeiten. Zum einen gibt es Implantate mit selbstschneidendem Gewinde, die direkt in den Kieferknochen gedreht werden können. Für Schrauben-Implantate mit normalem Gewinde muss jedoch erst ein Loch in den Knochen einfräst werden. Beide dieser Implantate werden häufig verwendet, doch Ihr Zahnarzt weiß, welche Art für Sie in Frage kommt.

Die Hohlzylinder-Implantate werden nur selten in Gebrauch genommen. Zwar wird die Kontaktfläche auf den Kieferknochen erhöht, doch der im Zylinder befindliche Knochen wird schlechter durchblutet. Diese Implantate sind meist von der Bildfläche verschwunden, aber in seltenen Fällen können sie gute Dienste tun.

Blatt-Implantate gehören ebenfalls der Vergangenheit an, sie sind zu risikoreich und geben Bakterien zu viel Angriffsfläche. Früher wurden sie jedoch oft eingesetzt und die Anfangszeit der Implantate war damit gesichert. Sie wurden in einem Schlitz im Kieferknochen fest eingepflanzt, waren aber nur wenig stabil und haben zu Verlusten des gesamten Kieferknochens geführt. Diese Implantate werden heute nicht mehr verwendet, wie gesagt es war die Anfangszeit der Implantate überhaupt.

Disk-Implantate sehen aus wie eine Scheibe, sie werden eingesetzt, wenn der Kieferknochen für den notwendigen Halt der Implantate nicht mehr ausreicht. Aber auch diese Art wird in Deutschland nur selten verwendet, der Zahnarzt hat andere Möglichkeiten, um Ihr Gebiss stabil zu gestalten und ordnungsgemäß zu behandeln.

Arten von Zahnimplantaten

Arten von Zahnimplantaten @iStockphoto/Günay Mutlu

Zahnimplantate bestehen aus zwei Teilen

Zweiteilige Zahnimplantate sind sozusagen Standard, sie bestehen aus dem Implantat selbst und aus dem Gegenstück, das später zu sehen ist und einem „natürlichen“ Zahn zum Verwechseln ähnlich sieht. Sie werden häufig eingesetzt und sind sogar variabel. Sie können also praktisch jedes Gegenstück mit dem Implantat kombinieren. Der Zahnarzt kann also die Implantate beibehalten, auch wenn Ihr Gebiss erneuert oder erweitert werden müsste. Das Implantat wird also in den Kieferknochen eingebracht und kann nach der Einheilzeit belastet werden. Es ist während der ganzen Zeit vom Zahnfleisch geschützt, Bakterien können sich nicht ansiedeln und auch mechanisch werden die Implantate nicht belastet. Sie können also in aller Ruhe einheilen und werden nicht durch äußerliche Einflüsse beeinträchtigt. Erst nach der Abheilung wird der künstliche Zahn „installiert“, er wird mit dem Implantat fest verankert und hält praktisch „ein Leben lang“.

Auch einteilige Zahnimplantate sind möglich, aber nicht zu empfehlen. Hier ragt das Verbindungsstück aus dem Kieferknochen heraus und die Einheil-Phase wird empfindlich gestört. Vorzeitige Belastungen können Sie nicht immer vermeiden und unter Umständen wird Ihr Implantat von Bakterien heimgesucht. Dadurch verlängert sich natürlich die Einheilzeit und manchmal haben Sie lange Probleme mit dem Implantat. Deshalb werden sie nur selten verwendet, zweiteilige Implantate haben sich durchgesetzt und sind auch genau das Richtige. Aber einteilige Implantate bieten auch Vorteile. Sie sind sehr kostengünstig, sind sehr bruchsicher und können unter Umständen sofort belastet werden. Muss der Zahnersatz gleich nach der Operation „funktionieren“, wird sich der Zahnarzt für die einteilige Variante entscheiden.

Die Materialien

Die Implantate müssen fest in den Kiefer einwachsen. Nur wenige Materialien ermöglichen einen korrekten Heilungsverlauf und sind auch vom Patienten gut verträglich. Keramik- und Titanimplantate werden am häufigsten verwendet, sie werden von beinahe jedem Patienten vertragen und sind somit die geeignetsten Materialien. Keramik wird jedoch heute nicht mehr verwendet, dieses Material ist zwar gut verträglich, bricht aber relativ oft. Titan scheint „das“ Material zu sein, es verwächst gut im Kiefer und löst keinerlei Allergien aus. Titan wird am meisten verwendet, der Zahnarzt wird Ihnen zu diesem Material raten.

Zirkoniumdioxid ist ein sehr modernes Material, das keine Metalle enthält und auch sonst sehr stabil ist. Bei künstlichem Zahnersatz wird es schon lange verwendet, Zahnkronen oder Zahn-Brücken werden damit hergestellt. Doch das Einwachsen in den Kieferknochen macht deutlich, das Titan noch immer das beste Material ist. Zirkoniumdioxid kann sich nur schlecht mit dem Knochen verbinden, Titan bleibt wohl das Material für künstlich Zähne.

Implantate werden nach ihrer Verwendung eingeteilt

„Enossale Implantate werden fest im Kiefer verankert und dienen praktisch als künstliche Zahnwurzel. Diese Implantate sind das Grundgerüst, auf den später eine Krone, eine Brücke oder das ganze Gebiss aufgesetzt werden kann. Sie werden also häufig verwendet und sind bei Patienten und Zahnärzten gleichermaßen beliebt. Subperiostale Implantate werden jedoch in Deutschland nur selten verwendet. Sie liegen nur auf dem Kieferknochen auf, werden also nicht fest eingepflanzt. Das kommt allerdings nur in Frage, wenn der Kieferknochen stark zurückgegangen ist und von ihm kein „normales“ Implantat mehr aufgenommen werden kann. Doch heute gibt es gute Möglichkeiten, den Knochen wieder aufzubauen, sodass diese Form der Implantate eigentlich keine Chance mehr hat. Von einigen Spezialisten werden die sogenannten Basal-Implantate verwendet, sie sind sehr flach und werden nicht im Knochen eingeschraubt. Vielmehr werden sie seitlich am Knochen befestigt. Sie können auch bei geringer Höhe des Knochens verwendet werden und sind sofort belastbar. Die Implantate für einen schmalen Kiefer sind nicht sehr stabil, sie kommen oft nur in der Kiefer-Orthopädie zum Einsatz. Mini-Implantate sind in der „normalen“ Zahnarzt-Chirurgie sehr umstritten, sie sehen zwar optisch gut aus, sind aber im Gebrauch wahrscheinlich weniger nützlich. Sie werden, wenn überhaupt, nur für einen Kiefer verwendet, der sich seitlich abgebaut hat. Dadurch ist der Kiefer für ein „normales“ Schraubenimplantat zu schmal und wird mit einem Mini-Implantat versehen. Das Implantat hat nur einen Durchmesser von ein bis drei Millimetern und ist somit gerade noch einzusetzen.

Ihr Zahnarzt berät Sie sehr gut, er wird das richtige Material auswählen und auch die passende Form für Ihren Kiefer finden. Vertrauen Sie dem Arzt, er hat viel Erfahrung mit Implantaten und weiß, dass das Material lang halten soll und Sie keine Probleme damit bekommen wollen. Zahn-Implantate sind heutzutage in aller Munde, sie sind der Zahnersatz auf höchstem Niveau.

Ihre Lebensqualität ist durch nichts zu ersetzen, Sie sollten sich für Implantate entscheiden. Zwar ist es etwas teurer, sich künstlich Zahnwurzeln einpflanzen zu lassen, aber es vermittelt Ihnen das Gefühl „echter“ Zähne. So können Sie wieder Ihr strahlendes Lächeln zeigen und kräftig zubeißen können Sie auch. Implantate sind eine sehr fortschrittliche Methode, die Optik und Funktionalität hervorragend miteinander verbindet. Sie sind hiermit bestens versorgt und dass es sich um „dritte“ Zähne handelt, wissen nur Sie und Ihr Zahnarzt.

Lassen Sie sich beraten, Ihr Zahnarzt ist jederzeit zu einem persönlichen Gespräch bereit. Denn so einfach ist es dann doch nicht. Jeder Kiefer ist anders und jede Behandlung will besprochen und gut geplant sein. Der Zahnarzt benötigt eine Röntgen-Aufnahme, eine Knochendichtemessung und natürlich eine Kostenübernahme Ihrer Krankenkasse. Aber dann kann es losgehen, Sie sollen ja mit viel „Biss“ durchs Leben gehen.

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