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French Manicure – der Klassiker der Nagelgestaltung

Natürlichkeit gilt wohl als die klassische Form der Schönheit. Das Hervorheben der eigenen Vorzüge ist jedoch eine Kunst. Zu leicht kann eine leichte Unterstreichung in eine Überbetonung umschlagen und somit schnell angemalt aussehen. Dabei kommen natürlich kulturelle Unterschiede zum Tragen: Während im Orient mit Henna gefärbte Fingernägel als besonders schön gelten, finden sich in der europäischen Geschichte die Vorläufer der French Manicure. Hierbei wurden die Fingernägel mit feinem Kreidepulver abgerieben und mit einem weichen Leder poliert, bis die Nägel einen seidigen Glanz erhielten. Eine langwierige Prozedur, die jedoch nicht lange hielt.

Moderne Nagellacke halten da schon erheblich länger. Die Geschmäcker bei der Nagelgestaltung sind dabei sehr verschieden und die Farbauswahl heutzutage schier überwältigend. Doch immer häufiger greifen die Damen wieder zu der klassischen Variante der French Manicure. Die hierbei eingesetzten Lacke sind zumeist in natürlichen Braun-, Haut- oder Rosa-Tönen gehalten und bieten neben der variablen Kombination mit der Farbe des Outfits gleichzeitig den Vorteil, dass kleinere Lackschäden nicht so leicht sichtbar werden, wie es bei farbigen Lacken häufig der Fall ist. Dabei gilt gerade die French Manicure als zeitlos, elegant und für nahezu jeden Anlass als passend.

Typisch für die French Manicure ist neben den natürlichen Farben auch das weiße Absetzen der Nagelspitzen, die mondsichel-, halbmondförmig oder gerade angelegt sein können. Doch gerade dieser Teil der French Manicure gilt in der Regel als schwierig umzusetzen, denn am Ende wirkt nur jene French Manicure edel und gepflegt, die absolut akkurat gearbeitet wurde. Mit der richtigen und sorgfältigen Arbeitsweise kann aber aus jeder Hand eine gepflegt und elegant erscheinende Damenhand werden..

Vorbereitung der Fingernägel

Bevor mit der Umsetzung einer French Manicure begonnen werden kann, müssen die Fingernägel vorbereitet werden. Das bedeutet ein sorgfältiges Feilen der Nägel in eine zum Nagelbett passende Form, die gleichzeitig den persönlichen Vorlieben entspricht. Diese kann sowohl schmal zulaufend, leicht oval oder auch vergleichsweise gerade auslaufend angelegt sein. Unebenheiten oder raue Nageloberflächen werden anschließend mit einer Polierfeile geglättet.

Reinigung der Hände

An das Feilen und Polieren schließt sich eine gründliche Reinigung der Hände mit waschaktiven Substanzen an. Hierdurch werden Staub, Flusen und Fette von der Nagelfläche entfernt. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei den Nagelbetten gewidmet werden, damit in diesen kein Staub vom Feilen zurückbleibt und gleichzeitig die Nagelhaut nicht verletzt wird. Gründlich getrocknet kann anschließend mit der Lackierung begonnen werden.

Die Grundlage: Der Unterlack

Als Unterlack dient bei der French Manicure in der Regel ein klarer Unterlack, der noch vorhandene Rillen und Unebenheiten ausgleichen hilft. Zudem schützt dieser Unterlack bei jeglicher Art der Nagellackierung den natürlichen Fingernagel vor Verfärbungen. Unterlacke enthalten dabei zumeist pflegende Wirkstoffe, welche den Fingernagel härten sollen.

French Manicure

French Manicure @iStockphoto/Dmitri Mihhailov

Der Clou: Die weißen Nagelspitzen

Nachdem ein Unterlack auf den Nagel aufgebracht und gründlich getrocknet ist, kann man mit dem Weißen der Nagelspitzen beginnen. Hierfür stehen sowohl Stifte als auch Lacke zur Verfügung, deren Handhabung ein wenig Übung erfordert. Mit einem Nagelweißerstift werden die Nagelspitzen von der Unterseite der Nägel aus bemalt. Der Lack hingegen wird dünn und gleichmäßig auf der Nageloberseite aufgetragen. Hierbei ist eine ruhige Hand gefragt.

Als Hilfestellung dienen dabei passende Schablonen, die sowohl in French Manicure-Sets als auch separat von den Herstellern angeboten werden. Diese werden vor der Lackierung auf den Nagel aufgebracht, so dass der Lack nur die Nagelspitzen erreicht. Nach dem Trocknen entfernt zeigt sich die nun weiße Nagelspitze durch die Schablone mit einem sauberen Übergang.

Das Finale: Der Überlack

Nach dem weißen der Spitzen folgt die abschließende Lackierung, welche der French Manicure ihren besonderen Reiz gibt. Entsprechend dem persönlichen Geschmack unter Berücksichtigung des natürlichen Hauttons wird eine heller Lack in einem Farbton zwischen hellbraun, milchig-weiß, rosa oder blassblau gewählt. Mit diesem wird der vollständige Fingernagel einschließlich der geweißten Spitzen dünn lackiert, was gegebenenfalls auch wiederholt werden kann. Wahlweise kann nach dem Trocknen des Überlacks zum Schutz ein zusätzlicher farbloser Überlack verwendet werden. Der Aufwand einer French Manicure liegt sicherlich deutlich über dem anderer Lackier-Techniken – doch wohl keine Nagelgestaltung kann sich mit einer derartig natürlichen und edlen Optik vergleichen, die im Alltag, im Beruf und am Abend gleichermaßen zu überzeugen weiß.

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