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Funktionsweise von ETFs

Da es sich bei den ETFs um eine spezielle Art von Investmentfonds handelt, funktionieren diese auch nach etwa dem gleichen Prinzip, wie die „normalen“ Investmentfonds. Zunächst wird das Kapital der Anleger „gesammelt“ und von diesem und dem vorhandenen Fondsvermögen kauft die Gesellschaft dann jene Produkte, zum Beispiel Aktien, die zur Nachbildung des entsprechenden Index benötigt werden. In der Folgezeit kontrolliert der Fondsmanager bei einem passiven Indexfonds nur, ob sich der zugrunde liegende Index in seiner Zusammensetzung ändert und passt sich dementsprechend an.

Bei ETFs, die zum Beispiel auf dem DAX basieren, erfolgt diese Anpassung in relativ großen Abständen, wenn neue Aktien in den DAX aufgenommen werden bzw. heraus fallen oder sich die Gewichtung ändert. Aufgrund dieser relativ risikolosen Tätigkeit des Fondsmanagers fallen im Rahmen der ETFs für den Kunden auch keine separaten Gebühren an, bis auf die üblichen Gebühren für alle Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden. Die ETFs werden an der Börse zu einem bestimmten Kurs notiert, der sich von seiner Bewegung her am Basisindex des Indexfonds orientiert, aber natürlich auch durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird.

Somit sind ETFs also jederzeit, wenn eine Gegenpartei am Markt ist, vom Anleger zu erwerben und auch wieder zu verkaufen. Der Anleger kann die Exchange Traded Funds ganz normal erwerben, indem er ein Wertpapierdepot hat und dann seiner Bank einen Auftrag zum Kauf des Produktes erteilt. Der Anleger selber kann das Investment in ETFs auf verschiedene Art und Weise nutzen. Am häufigsten werden in Europa noch Einmalanlagen in ETFs getätigt. Der Kunde investiert also einmalig eine bestimmte Kapitalsumme in einen oder mehreren Indexfonds und wartet dann die Entwicklung ab.

ETFs

ETFs ©iStockphoto/TimArbaev

Diese Einmalanlage kann entweder als langfristige Kapitalanlage gesehen werden oder auch zum Spekulieren genutzt werden. Wenn man gerade in der aktuellen Situation sieht, dass sich der DAX beispielsweise an einem Tag 10 Prozent nach unter und dann wieder 10 Prozent nach oben bewegt, macht der DAX-basierte ETF diese Entwicklung beinahe gleichwertig ebenso mit. Der spekulativ eingestellte Anleger kann hier also einem einzigen Tag eine sehr hohe Rendite erzielen, aber natürlich auch Verluste.

Langfristig gesehen ist die Anlage in viele ETFs eine sehr sichere Form der Kapitalanlage. Um wieder bei dem Beispiel des DAX zu bleiben: Dieser wurde im Jahre 1988 mit einem Indexstand von 1.000 Punkten eingeführt und steht heute bei knapp 5.000 Punkte. Auch wenn der DAX vor einiger Zeit schon einmal bei 8.000 Punkten war und seitdem deutlich an Wert verloren hat, liegt man seit 1988 immernoch bei einer Gesamtrendite von ca. 500 Prozent, was einer jährlichen Rendite von 25 Prozent entspricht.

Der DAX-basierte Indexfonds hätte diese Wertsteigerung in den letzten 20 Jahren sicherlich ebenso vollzogen, sodass man diese Anlage an sich als relativ sicher und rentabel bezeichnen kann.

Da es allerdings wie gesagt nicht nur ETFs gibt, welche auf Aktienindizes basieren, können zum Beispiel bei Rohstoffindizes etc. auch über längere Zeit Verluste entstehen. Dennoch stellen ETFs im Grunde für viele Anleger die ideale private Altersvorsorge dar, da man die Indexfonds natürlich auch im Rahmen eines Sparplans erwerben kann. Der Kunde gibt dann der jeweiligen Gesellschaft den Auftrag, monatlich für eine bestimmte Summe Anteile des Indexfonds zu erwerben und kann somit langfristig ein Vermögen aufbauen. Aufgrund er angesprochenen Rentabilität und auch relativ hohen Sicherheit bei langfristiger Anlagedauer, gehört das Investment in ETFs im Rahmen eines Sparvertrages sicherlich zu einer sehr attraktiven Möglichkeit der zusätzlichen Altersrente.

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