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New York: Eine Reise in die Stadt, die niemals schläft

Meine kleine Schwester und ich träumten schon immer davon, einmal ganz nah vor dem riesigen Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in New York zu stehen und die Kinder beim Schlittschuhlaufen auf der großen Eisfläche gleich daneben zu beobachten. Der Film “Kevin allein in New York” hat uns schon als Kinder gefallen und wird auch noch heute jedes Jahr zu Weihnachten geschaut. Genau wie der kleine abenteuerlustige Junge im Film, wollten auch wir den Big Apple unsicher machen und sparten schon seit mehreren Monaten für diese Reise.

Nun war es endlich soweit und wir hielten unsere Flugtickets in dies USA in den Händen. In gut einer Woche sollte es losgehen und wir stellten jetzt schon eine Liste auf mit den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die wir auf keinen Fall verpassen dürften.

Der erste Eindruck

Mit einer renommierten Fluggesellschaft flogen wir nun über das große Meer und konnten bereits kurz vor der Landung einen Blick auf die Freiheitsstatue erhaschen. Der Weg zu den Rollbändern mit den Gepäckstücken war sehr hektisch und wir hatten die größte Mühe uns durch die Menschenmassen einen Weg zu bahnen. Zum Glück kamen unsere Taschen ziemlich schnell angerollt und ein Shuttlebus zu unserem Hotel stand auch schon bereit. In dem kleinen Bus wurde uns dann endlich bewusst, dass wir gerade in New York waren. Die Straßen waren unheimlich voll und irgendwie fuhr jeder, wie er gerade Lust hatte. So viel Stress und Krach waren wir gar nicht gewohnt, aber wir fanden es echt aufregend! Wir waren echt überwältigt von den großen Gebäuden, die irgendwie unheimlich wirkten. Als wir am Hotel ankamen, schauten wir eigentlich mehr nach oben, als geradeaus.

Blick auf New York

Blick auf New York ©TK

Aufregende Tage in der Stadt, die niemals schläft

Gleich am ersten Tag mussten wir zum Rockefeller Center, denn wir konnten es kaum erwarten, endlich Fotos vor dem berühmten Baum zu schießen. Nachdem wir mehrmals in die falsche Metro eingestiegen sind (das war aber auch verwirrend), liefen wir circa zehn Minuten zum Rockefeller Center und da sahen wir ihn endlich: Den beleuchteten Weihnachtsbaum. Unheimlich viele Menschen tummelten sich davor und machten Fotos, Fotografen versuchten günstig Postkarten und Bilder an Touristen zu verkaufen. Wir kauften uns erstmal eine heiße Schokolade und schlenderten ein wenig über den belebten Platz.

Am nächsten Tag machten wir eine Citytour in einem lustig dekorierten Bus. Wir hofften, dass wir auf dem Weg ein paar schöne Bars und Restaurants ausfindig machen konnten, waren mit Block und Stift bewaffnet und notierten alle Straßennamen, die wir aufschnappen konnten. Unser Blatt war am Ende echt so voll gekritzelt, dass wir eigentlich gar nichts mehr wussten, also setzten wir doch lieber auf unseren deutschsprachigen Reiseführer. Die Busfahrt, die durch Harlem führte, war auf jeden Fall sehr lustig und auch interessant. Nach 45 Minuten standen wir plötzlich am Ground Zero und waren erst einmal völlig überwältigt. Menschen standen an einer Gedenkmauer, wo man unzählig viele Fotos von den Opfern des Terroranschlages fand. Man konnte Briefe von Angehörigen lesen und auch selbst gemalte Bilder von Kindern, die ihre Mutter oder den Vater verloren haben, hingen daran. Es ist wirklich herzzerreißend und uns standen die Tränen in den Augen. Über dieses Erlebnis redeten wir noch Tage später.

Besonders amüsant und faszinierend war der Besuch Chinatowns. Zwar waren viele Geschäfte und Stände geschlossen, weil es doch ziemlich kalt war, aber die Atmosphäre auf dem Markt war dennoch super. Um niedliche Souvenirs und Leckereien kamen wir an diesem Tag nicht herum. Fast den ganzen Tag schlenderten wir dort herum und besuchten Abends eine gemütliche Bar in orientalischem Stil. Die Getränke waren vielleicht nicht gerade billig, aber sie waren unheimlich lecker!

Was man in New York auf keinen Fall verpassen darf, ist eine Überfahrt zur Freiheitsstatue. Es war echt richtig kalt und wir wunderten uns, dass das Wasser nicht gefroren war, aber wir haben uns vorgenommen, die Statue mal ganz nah vor den Augen zu haben und deswegen stellten wir uns an der langen Schlange an, um ein Ticket zu bekommen. Wir freuten uns wahnsinnig, denn mit dem Studentenausweis bekamen wir gleich einen deftigen Rabatt. Am Hafen vom Battery Park laufen die Schiffe aus und wir waren fast erfroren, als wir endlich auf das Boot steigen dürften. Trotz des eisigen Wetters bereuten wir diese Entscheidung aber nicht. Man hatte eine atemberaubende Aussicht auf die Skyline von Manhattan und als wir immer näher an die Freiheitsstatue fuhren, merkten wir erst, wie groß sie eigentlich ist. Es war ein schönes Erlebnis und wir wussten gar nicht, was wir zuerst fotografieren sollten.

Wir wollten am Ende unserer Reise unbedingt noch auf das Empire State Building und nahmen hier ebenfalls die lange Menschenschlange in Kauf. Es ist wirklich empfehlenswert das hohe Gebäude bei Nacht zu besuchen, denn die Aussicht über das beleuchtete New York (gerade zur Weihnachtszeit) ist unbeschreiblich. Am liebsten hätten wir, trotz der Kälte, unsere Schlafsäcke hier ausgebreitet und die letzten Nächte dort verbracht. Man kann kaum in Worte fassen, wie wunderschön der Blick über den Big Apple ist, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Mit Wehmut zurück in die Heimat

Unsere Reise nach New York war ein echt abenteuerliches und wunderschönes Erlebnis. Schon im Flieger zurück nach Deutschland war uns beiden klar, dass dies nicht die letzte Reise in diese Stadt war und wir wollten am liebsten gleich wieder anfangen zu sparen.
New York zur Weihnachtszeit ist einfach traumhaft!

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