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Reiseversicherung

Sommer, Sonne, Urlaub – unbeschwerte Zeit. Oder doch nicht? Wer seinen Urlaub bucht, den treibt schnell die Frage um, ob es sinnvoll ist, eine Reiseversicherung abzuschließen. Und wenn ja, welche Policen sinnvoll sind. Sicher ist: Eine Reiseversicherung kann vor unerwartetem finanziellen Schaden bewahren, doch nicht jede Versicherung erfüllt ihren Nutzen.

Viele Versicherer bieten Komplett-Pakete für Urlauber an. Eine Reiseversicherung, die alles abdeckt. Hier gilt es genau zu prüfen, was in dem Paket steckt und ob es nicht Bestandteile enthält, die für den geplanten Trip vielleicht völlig unnötig sind. Neben dem Gesamtpaket kann die Reiseversicherung aber auch in Teilen abgeschlossen werden. Angefangen bei der Reisekrankenversicherung. Diese übernimmt im Krankheitsfall die anfallenden Kosten einer Behandlung im Ausland, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Zu den Behandlungen zählen ambulante Versorgung, Operationen, schmerzstillende Zahnbehandlungen oder auch der Kauf von Verbandsmaterial und Rücktransport des Erkrankten. Doch auch für Privatpatienten lohnt sich aufgrund des Selbstbehaltes eine solche Zusatzversicherung. Meist sind die Reisekrankenzusatzversicherungen für ein Jahr gültig und decken somit gleich mehrere Urlaube ab. Sollte sie einmal in Anspruch genommen werden, sollten alle Rechnungen und Diagnose-Aufzeichnungen aufbewahrt werden, um keine Probleme mit der Versicherung zu bekommen.

Ein weiterer Bestandteil der Reiseversicherung ist eine Reiserücktrittsversicherung. Diese greift, wenn der gebuchte Urlaub kurzfristig abgesagt werden muss. Allerdings muss der Grund des Rücktritts triftig sein. Dazu zählen Unfall, schwere Krankheit, das Versterben eines Mitreisenden oder seiner nahen Verwandten, Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeit, aber auch Schäden am Eigenheim wie Feuer oder Überschwemmung und der Verlust des Arbeitsplatzes.

Reiseversicherung

Reiseversicherung ©iStockphoto/etxekar

Anders als die Reiserücktrittsversicherung greift eine Reiseabbruchversicherung, wenn während des Urlaubs die Heimreise angetreten werden muss, sei es wegen Krankheit oder wegen eines Unglücksfalls. Mit der Police sind beispielsweise die Kosten für den außerplanmäßigen Rückflug abgedeckt.

Eine Gepäckversicherung gleicht Schäden aus, wenn Koffer oder Taschen abhanden gekommen sind oder beschädigt wurden. Allerdings ist es in vielen Fällen schwierig der Versicherung zu beweisen, dass man auf sein Gepäck aufgepasst hat. Geld, Flugtickets oder auch Pässe sind von der Versicherung zudem ausgenommen. Gleiches gilt für Notebooks oder Handys. Hier müssen gesonderte Versicherungen abgeschlossen werden.

Vor allem für Individual-Urlauber und all solche, die gern Ausflüge auf eigene Faust unternehmen, könnte sich eine so genannte Mallorca-Police rechnen, eine Zusatzversicherung für Mietwagen, die europaweit gilt. Bei einem Unfall gleicht sie die anfallenden Forderungen aus, da in vielen europäischen Ländern die Versicherungssumme recht gering ist und die meisten Kosten vom Unfallverursacher selbst übernommen werden müssen. Die Mallorca-Police ist in vielen Kfz-Versicherungen eingeschlossen. Außerhalb Europas bietet sich die Traveller-Police an.

Ebenfalls zu den Reiseversicherungen zählt die Reisehaftplfichtversicherung. Diese erübrigt sich jedoch dann, wenn private Haftpflichtversicherung besteht. Darüber hinaus sind bei vielen Ferienhäusern die Haftpflichtversicherungen im Mietpreis inbegriffen.
Eine Reiseunfallversicherung benötigt nur, wer keine Unfallversicherung besitzt. Denn diese gilt auch bei Auslandsreisen. Einzig all jene, die Risikosportarten betreiben, sollten eventuell eine Zusatzversicherung abschließen.

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