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REITs in Japan

Japan Real Estate Investment Trusts (J-REIT) gibt es seit 2001. Unterschieden werden drei verschiedene Rechtsformen, zu denen hauptsächlich eigene Gesellschaften aber auch direkte und indirekte Investment Trusts gehören. Eigene Gesellschaften sind auf Immobilieninvestitionen und Immobilienmanagement spezialisiert, an diesen beteiligen sich die Anleger direkt. Bei direkten Investment Trusts übergeben die Anleger ihr Geld an eine Investmentbank, die auch für die Gewinnausschüttung zuständig ist. Bei indirekten Investment Trusts ist zwischen Anleger und Investmentbank noch ein Fondsmanager geschaltet, der die Gewinnausschüttungen erhält und an die Anleger weitergibt. Im Sommer 2005 gab es bereits 17 börsennotierte Gesellschaften, für die J-REITs ist eine Börsennotierung allerdings nicht obligatorisch. Die Marktkapitalisierung der Japan Real Estate Investment Trusts beträgt ca. 22,6 Mrd. Euro.

Die Anlage- und Einkommensvorschriften für J-REITs sind relativ streng. So darf die Anlage nur in Immobilien (mindestens 75%), Barvermögen oder andere liquide Anlageformen bestehen. Mindestens 50% aller Anlageformen muss Erträge erzielen. Ein J-REIT muss ein Gesamtanlagevolumen von mindestens 36 Mio. Euro vorweisen können, eine Aktie muss mindestens 365 Euro Wert besitzen. Auch für den Aktionärskreis gelten bestimmte Vorschriften. Die Gesamtzahl der Anteilsscheine muss mindestens 4000 betragen, die auf mindestens 1000 Aktionäre aufgeteilt sind, von denen die drei mit den meisten Anteilen nicht mehr als 50% aller Anteile und die zehn größten Anteileigner nicht mehr als 75% aller Anteile halten dürfen. Eine J-REIT darf Kredite in unbegrenzter Höhe aufnehmen.

Japan

Japan ©iStockphoto/ronniechua

Die Mindestausschüttung der Unternehmensgewinne beträgt 90%, die von der J-REIT (als eigene Gesellschaft) als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden können. Generell unterliegt die J-REIT bestimmten Steuerermäßigungen. Ausländische Investoren müssen 7% Quellensteuer in Japan leisten, diese kann sich bei Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Herkunftsland verringern