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Schlafwandeln

Somnambulismus, Mondsucht oder Schlafwandeln ist sicher eines der ungewöhnlichsten Phänomene im Bereich der Schlafstörungen. Betroffene wachen scheinbar auf, erheben sich, gehen umher und können sogar Tätigkeiten verrichten. Wahrgenommen wird der „nächtliche Spuk“ aber nicht. Im Gegenteil, Betroffene können sich nicht an das Schlafwandeln erinnern. Je nach Ausprägung und Schwere werden verschiedene Formen des Schlafwandelns unterschieden.

Als subklinisch wird es bezeichnet, wenn sich das Schlagwandeln nur anhand Messungen der Hirnströme & Herzfunktion nachweisen lässt. Abortives Schlafwandeln besteht meist darin, dass sich Betroffene aufrichten und im Bett motorische Bewegungen ausführen. Deutlich stärker ausgeprägt ist das klinische Schlafwandeln. Hier erheben sich Patienten, gehen in der Wohnung herum und können sich dabei auch verletzen. Eine weitere Verlaufsform wird nicht nur für die Betroffenen gefährlich: Das aggressive Schlafwandeln macht den Schlafwandler zur Gefahr für seine Umwelt, ist allerdings extrem selten.

Insgesamt wird die Zahl der erwachsenen, dauerhaften Schlafwandler auf nur 1 bis 2 Prozent geschätzt. Bei Kindern ist der Anteil höher: Hier sollen bis zu 30 Prozent unter Somnambulismus leiden. Allerdings verliert sich die Neigung zum Schlafwandeln bei den meisten Betroffenen im Laufe der Zeit von selbst.

Schlafwandler

Schlafwandler ©iStockphoto/hjalmeida

Typisch für Somnambulismus ist eine Amnesie. Patienten können sich nicht bzw. nur bruchstückhaft an die Episoden des Schlafwandelns erinnern. Familienangehörigen oder Bekannten, die Schlafwandeln erleben, sollten Betroffene nach Möglichkeit nicht wecken, da Desorientiertheit und irrationale Handlungen eine Folge des Aufwachens sein können. Was das Schlafwandeln genau auslöst, ist derzeit noch nicht bekannt.

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