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Singapur – Land der Vielfalt

Der kleine Stadtstaat Singapur befindet sich im Pazifik unweit der südostasiatischen Inselstaaten Malaysia und Indonesien und beinhaltet neben einer recht großen Insel, auf der sich der Großteil des singapurischen Lebens abspielt, drei Neben- und noch etwa 50 weitere sehr kleine Inseln. Insgesamt nimmt das Land Singapur somit eine Fläche von fast 700 Quadratkilometern ein, von denen aufgrund der hohen Einwohnerzahl (etwa 4,35 Mio) über 90 Prozent bebaut sind.

Durch seine Lage in der Nähe des Äquators herrscht auf Singapur das ganze Jahr über feucht-heißes, tropisches Klima. Die Temperatur schwanken nur wenig und liegen in der Regel zwischen 25 und 34 Grad Celsius mit einer Luftfeuchtigkeit von 85 bis 100 %.

1819 als britische Kolonie gegründet und seit 1965 Unabhängige Demokratische Republik, hat sich Singapur nach und nach zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt und wohlhabenden, sehr sicheren Staat entwickelt. Die Bevölkerung setzt sich aus einer bunten Mischung verschiedener Nationen zusammen , wobei die Einwohner chinesischer Herkunft mit einer Siedlungsdicht von etwa 75 Prozent jedoch am stärksten vertreten sind. Neben Chinesen trifft man in Singapur vor allem auch auf Malaien, Inder und Ausländer aus ärmeren Nationen, die sich als Gastarbeiter auf der Insel ihren Lebensunterhalt verdienen. Die erste offizielle Landessprache, deren man sich auch in Verkehr, Handel und Verwaltung bedient, ist daher Englisch; daneben werden aber auch Chinesisch, Malaiisch als offizielle „Nationalsprache“ und Tamilisch in der Öffentlichkeit akzeptiert. Doch nicht nur im nationalen, sondern auch im religiösen Sinn ist Singapur ein typischer „Melting Pot“, in dem Buddhisten und Taoisten, Moslems, Christen, Hinduisten und andere religiöse Gruppieren friedlich nebeneinander und miteinander leben.

Singapur

Singapur @TK

Da Singapur ein sehr dicht besiedelter Stadtstaat ist, nimmt die Hauptstadt Singapur fast die gesamte Fläche der Hauptinsel ein. Sehenswert ist besonders der Central Business District (CBD), der die Innenstadt von Singapur bildet und sich in drei Bezirke einteilen lässt: (1) Chinatown, das den typisch chinesischen Lifestyle in seiner bunten und lauten Vielfalt und der fröhlichen Offenheit der Menschen widerspiegelt, (2) die bekannte Shoppingmeile Orchard Road, die mit ihren vielen namhaften Boutiquen und Einkaufszentren leicht zum Geldausgeben verführt und (3) das Viertel River Side, in dem viele der sich auf Singapur befindlichen Denkmäler, Museen und historische Orte, aber auch zahlreiche Bars und Restaurants besucht werden können.

Neben dem CBD sind vor allem „Bugis und Kampong Glam“ mit seinen islamischen Einwohnern und Moscheen, „Little India“, das typisch indisches Flair vermittelt, „East Coast“, das sich besonders für Familienaktivitäten wie Bade- und Barbequenachmittage eignet und Sentosa, die zweitgrößte Insel des Staates Singapur, lohnenswerte touristische Anlaufpunkte. Sentosa gilt nicht nur als Sport- und Badeparadies, sondern bietet auch vielfältige Attraktionen in seinen Themenparks, zu denen u.a. der „Butterfly Park & Insect Kingdom“, in dem über 4000 Schmetterlings- und Insektenarten besichtigt werden können und der Freizeitpark „Vulcanoland“ zählen.

Nach Sonnenuntergang beginnt in Singapur ein reges Nachtleben. Besonders auf der „Mohamed Sultan Road reihen sich Kneipen und Discotheken beinahe nahtlos aneinander und bieten für jede Altersgruppe den passenden Rahmen zur Gestaltung langer Abende und Partynächte. Auch für Liebhaber von Kunst, Kultur und Geschichte hat Singapur viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Nationalmuseum informiert über Geschichte und Kunsthandwerk, im Singapore Science Centre kann Wissenschaft an über 500 Experimenten interaktiv erlebt und nachvollzogen werden und im Singapore Art Museum wird dem Besucher die asiatische Kunst näher gebracht. Weitere Museen informieren über asiatische Kultur, Sitten, Gebräuche und lokale historische Ereignisse.

Neben den Museen lohnt sich auch ein Besuch des Wahrzeichen Singapurs, einem Denkmal, das die Tiere Löwe und Fisch in sich vereint, des Aussichtspunktes Mount Faber, das durch eine Seilbahn mit Sentosa verbunden ist und die Besichtigung der unterschiedlichen Tempel, Moscheen, Gärten und Parks innerhalb der Stadt. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und dem wachsenden Tourismus ist auch das Verkehrsnetz des Stadtstaates sehr gut ausgebaut. Der bedeutendste Flughafen befindet sich an der Ostküste Singapurs, von wo aus der Reisende per Taxi oder U-Bahn (auch MRT genannt) in nur 30 Minuten das Stadtzentrum erreichen kann. Taxifahrten und Bahntickets sind im Vergleich zum westeuropäischen Standard sehr billig und sicher, sodass sich deren Nutzung empfiehlt. Auch Mietwagen können gebucht werden, sind aber aufgrund der hohen Gebühren und Spritpreise kaum lohnenswert. Busse und Züge verkehren innerhalb Singapurs nicht, bieten jedoch Fahrten auf die Nachbarinsel Malaysia an.

Vorteile Singapurs als Urlaubsland bestehen jedoch nicht nur in der kulturellen und nationalen Vielfalt und den zahlreichen touristischen Angeboten, sondern auch in der niedrigen Kriminalitätsrate, dem westlichen Lebensstandard bzgl. des Einkommens vieler Einwohner, den unkomplizierten Einreisebestimmungen (für Reisende aus Deutschland mit einem Aufenthalt unter 30 Tagen ist keine Visum notwendig) und der Sauberkeit des Landes. Leitungswasser kann bedingungslos getrunken werden und auch die Gefahr einer Malariainfektion besteht nicht. Zu beachten ist lediglich, dass in dem wirtschaftlich hoch entwickelten Staat immer wieder Fälle von „Haze“, einer dem Smog ähnlichen Luftverunreinigung auftreten, was vor allem für Kinder und ältere Menschen zu einer Belastung der Atemwege führen kann. Spezielle Risiken touristischer Anschläge oder anderer Gewalttaten bestehen aufgrund der strengen strafrechtlichen Verfolgung bis hin zur Todesstrafe und dem friedlichen Zusammenleben der Völker ohne größere politische und religiöse Spannungen nicht.

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