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Vor- und Nachteile von ETFs

Grundsätzlich kann es eigentlich nur an der fehlenden Informationsverbreitung liegen, dass die ETFs bisher bei nur sehr wenigen Kapitalanlegern und Privatkunden überhaupt als Investitionsmöglichkeit bekannt sind. Im Business-Bereich wird die Anlage in ETFs von den institutionellen Anlegern aufgrund ihrer Vorteile bereits seit Jahren in immer stärker werdenden Ausmaß genutzt. Man spricht hier oftmals vom so genannten Indextracking, was einfach bedeutet, dass aufgrund der passiven Strategie der meisten ETFs ein Verlauf des Index nachgebildet wird. Dazu gehört in erster Linie natürlich auch die Tatsache des passiven Portfoliomanagements.

Auch wenn besonders Anleger, die sehr auf Rendite aus sind, das sicherlich etwas anders sehen, so ist der passiv gemanagte Indexfonds dennoch im Durchschnitt von der Rendite her besser, als ein aktiv gemanagter Fonds. Das ist natürlich grundsätzlich ein sehr großer Vorteil der ETFs, denn ein Fondsmanager, der im Rahmen einer aktiven Strategie tätig ist, steht immer „unter Druck“, den entsprechenden Index, an dem sich viele Fonds orientieren, zu „schlagen“, also mit dem Fonds eine bessere Wertentwicklung zu erreichen.

Durch diesen Druck entstehen dann oftmals auch Fehlentscheidungen, die nicht selten zu Lasten der Kunden gehen, weil der Fonds an Wert verliert. Dieses Risiko ist bei den passiven ETFs nicht vorhanden. Hier erzielt der Kunde eine sehr hohe Risikostreuung, da nicht einzelne Aktien oder Werte gegenüber anderen bevorzugt werden, zumindest nicht nach dem subjektiven Empfinden eines Fondsmanagers.

Exchange Traded Fund

Exchange Traded Fund ©iStockphoto/joxxxxjo

Ein weiterer Vorteil der Anlage in ETFs, der oftmals gar nicht erwähnt wird ist die Tatsache, dass der Anleger schon mit einem geringen Kapitaleinsatz in nahezu alle möglichen Produkte indirekt investieren kann. Wenn man beispielsweise in Rohöl investieren möchte, kann man das normalerweise nur direkt in Form eines Warentermingeschäftes, oder indem man sich bestimmte „Öl-Aktien“ heraussucht.

Dieses ist zum einen sehr riskant und oftmals auch sehr teuer. Die ETFs stellen auch hier eine sehr gute Alternative dar, da es auch hier Produkte gibt, die auf einem Rohstoff-Index oder direkt dem Rohöl-Index basieren, sodass der Kunde schon mit wenig Geld von einem evt. steigenden Ölpreis profitieren kann.
Ferner hat er nicht das Risiko wie beim Investment in einzelne Aktien, dass eine Firma insolvent wird.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass die Anlage in ETFs sehr viele Vorteile bietet, da diese langfristig gute Renditechancen bietet, eine recht hohe Sicherheit bei langfristigen Investments aufweist und auch sehr flexibel ist, da man die Indexfonds jederzeit an der Börse wieder verkaufen kann. Einen Nachteil weisen die ETFs eigentlich nur für Anleger auf, die auf sehr hohe Renditen in kurzer Zeit aus sind, wobei das im Grunde dann keine Anleger, sondern eher Spekulanten sind. Durch die Tatsache, dass die ETFs an einen Index gebunden sind, können sie natürlich nur in Ausnahmen besser performen, als der Gesamtmarkt in dem jeweiligen Bereich. Spekulanten sind jedoch nur an Produkten interessiert, die deutlich über dem Durchschnitt liegende Renditen aufweisen. Daher sind ETFs besonders für Anleger im mittel- und langfristigen Bereich geeignet.

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