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Voraussetzungen für REITs

Damit eine Aktiengesellschaft den deutschen REIT-Status erlangen kann, muss sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Zunächst müssen sie börsennotiert sein, was verschiedene Verpflichtungen nach sich zieht, vor allem müssen sie sich der intensiven Kontrolle und Bewertung durch den Kapitalmarkt unterziehen. Die Gesellschaft muss Geschäftsführung und ihren Sitz im Inland haben. Die Grundvoraussetzungen für REITs betreffen die Höhe der Mindestausschüttung der Gewinne, den gesetzlich festgelegten Schwerpunkt bei der Immobilienanlage, die vorgeschriebene Mindeststreuung der Aktien sowie den Ausschluss des Immobilienhandels bestimmter Immobilien.

Als Grundkapital wird ein Mindestnennbetrag von 15 Millionen Euro vorgesehen. Eine Kreditaufnahme bestehender REITs ist möglich, allerdings darf die Höhe des aufgenommenen Kredits nicht mehr als 60% des Gesamtvermögens der Gesellschaft betragen.

Moderne Gewerbeimmobilie

Moderne Gewerbeimmobilie @iStockphoto/Vladitto

Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, wird der REIT-Status nicht vergeben bzw. kann auch wieder entzogen werden, wenn gegen die gesetzlich geregelten Bedingungen verstoßen wird. Mit dem Entzug des REIT-Status verliert die Gesellschaft auch ihre Steuerbefreiung, allerdings wird der Verstoß gegen eine Voraussetzung relativ großzügig gehandhabt, so dass die Steuerbefreiung nicht unverzüglich verloren geht. Ein sofortiger Entzug der Steuerbefreiung erfolgt nur wenn der REIT mit seinen Immobilien Handel betreibt. Bei anderen Verstößen werden zunächst Strafzahlungen fällig, deren Höhe von der Finanzbehörde bestimmt wird. Erst wenn drei bzw. vier Jahre in Folge die Voraussetzungen verletzt sind, kann es zu einem Entzug der Steuerbefreiung kommen.