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Voraussetzungen für Zahnimplantate

Zahnimplantate gehören zu den hochwertigsten Zahnersatz Alternativen unserer Zeit. Doch nicht nur die Medizinische und Ästetische Frage steht bei der Entscheidung im Vordergrund, sondern auch die Kostenseite. Denn ein Zahnersatz, eine Zahnprothese oder ein Implantat soll nicht nur sicher sein, sondern auch das eigene Budget nicht sprengen. Besonders bei der Entscheidung für eine Implantats-Behandlung stehen die Kosten für die Patienten an erster Stelle. Denn das Implantat soll lebenslang halten, doch mit dem Blick auf die Kosten scheint dann eine Prothese als klassischer Zahnersatz zuerst günstiger. Doch rechnet man das auf die Langlebigkeit der Implantate um, dann sind diese im Endeffekt auch günstig.

Voraussetzungen für ein Implantat

Grundsätzlich ist eine Implantat-Behandlung bei jungen und älteren Menschen möglich, besser gesagt es gibt dafür keine Altersbegrenzung. Allerdings sind an eine solche Behandlung einige Voraussetzungen gebunden, die der Patient erfüllen muss, sodass eine erfolgreiche Behandlung garantiert werden kann.

Nur wenn das Zahnfleisch gesund ist, der Knochen stabil genug und der Kiefer im Allgemeinen nicht allzu schmal ist, funktioniert die Implantation. Generell wird gesagt, dass eine Implantation im Unterkiefer zumeist erfolgreicher ist, als im Oberkiefer, da dort der Knochen über eine höhere Dichte verfügt. Sollte der Kiefer nicht über eine dementsprechende Festigkeit verfügen, dann wird dieser durch ein Knochenersatzmaterial aufgebaut oder verstärkt. Das wird mittels Knochensplitter vorgenommen, die beispielsweise aus dem Kinn entnommen werden. Nur in den seltensten Fällen kommt es vor, dass der Arzt ein Stück aus dem Beckenkamm entnimmt.

Sollten die Knochenverhältnisse nicht optimal sein oder der Patient unter einem Infekt leiden. Dann wird die Implantation erst vorgenommen, wenn diese verheilt sind, wobei diese Zeit mit Hilfe von einem Provisorium überbrückt wird. Leidet der Patient allerdings unter schwerwiegenden Erkrankungen, wie beispielsweise: Diabetes millitus, einer Bluterkrankung oder einem geschwächten Immunsystem (chronisch bedingt), dann kann es in diesem durchaus vorkommen, das eine Implantation nicht möglich ist. Selbst dann, wenn der Patient aufgrund seiner Erkrankung Medikamente einnimmt, ist es nicht möglich, die Implantation durchzuführen. Zudem darf auch kurz vor der Implantats-Behandlung keine Kiefer-Bestrahlung durchgeführt worden sein.

Die Experten raten von einer Implantations-Behandlung bei Kindern und Jugendlichen ab, solange sie sich noch im Wachstum befinden. Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr ist dann eine Implantats-Behandlung möglich.

Zahnimplantate – ein hochwertiger Zahnersatz

Jeder stellt an seine Zähne sowie an den Zahnersatz, den er erhält sowie die zahnmedizinische Behandlung die höchsten Anforderungen. Denn man weiß, welch große Bedeutung die Zähne für die eigene Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein haben. Ein Zahnersatz durch Implantation gehört heute zu der modernsten Zahnheilkunde und bietet höchsten Tragekomfort und erfüllt alle Ansprüche im Bezug der Ästhetik.

Bei der Frage, wie lang ein Zahnimplantat hält, wurde durch Studien bewiesen in den letzten 25 Jahren bewiesen, dass die Einheilrate über 95 % liegt, sofern die ein erfahrener Implantologe die Behandlung durchführt. Zudem sprechen die ausgereiften Implantatsysteme für sich. Nachdem das Implantat erfolgreich eingeheilt ist, sind laut den Studien nach 10 Jahren noch circa 90 % er Implantate in Funktion. Dabei ist es allerdings wichtig, dass das Implantat nicht überlastet wird und die Mundhöhle durch eine korrekte Mundhygiene gepflegt wird und somit entzündungsfrei gehalten wird. IN diesem Fall ist die Lebensdauer des Implantats uneingeschränkt.

Voraussetzungen für Zahnimplantate

Voraussetzungen für Zahnimplantate @iStockphoto/Talaj

Die sechs wichtigen Faktoren der Implantats-Haltbarkeit

• Die Knochenmenge sowie die Qualität
• Die Schwierigkeit der Behandlung/Operation
• Prothetische Versorgung
• Gesundheitszustand des Patienten
• Die Mundhygiene
• Die Erfahrung des behandelnden Implantologen

Die Verlustursachen:

Im Grunde können einige wenige Ursachen dafür verantwortlich sein, dass ein Implantat verloren geht.

1. Rauchen (starkes Rauchen) oder eine mangelnde Mundhygiene
Der Langzeiterfolg wird durch starkes Rauchen oder einer recht unzureichenden Mundhygiene gefaehrdet.
2. Die Titanwurzel und der Knochen verbinden sich nicht innerhalb der Heilphase
3. Nur bei wenigen Patienten der Fall: Es kann vorkommen, dass das Implantat der ersten Belastungsphase nicht standhält, aufgrund dessen, dass die Implantatsoberfläche nicht ausreichend verwachsen ist mit dem Knochengewebe
4. Entzündungen: Hier ist es wichtig, dass diese frühzeitig behandelt werden. Auch hier wirkt eine gute Mundhygiene vorbeugend.

Zusammenfassung der Voraussetzungen für Implantate

• Keine Altersbegrenzung
• Ein ausreichendes Knochenangebot muss vorhanden sein, für die Verankerung des Implantats
• Es muss genügend Raum für die Bezahnung im Gegenkiefer bestehen, um den prothetischen Aufbau (Krone) vorzunehmen.
• Eine sorgfältige Mundhygiene
• Ein abgeschlossenes Kieferwachstum

Teilweise ist es aus medizinischen Gründen nicht möglich eine Implantats-Behandlung vorzunehmen oder es ist zu riskant. Die wichtigsten medizinischen Gründe gegen eine Implantats-Behandlung:

• Eine zu niedrige Immunabwehr, die bedingt ist durch Krankheiten wie beispielsweise HIV oder Krebs sowie durch Medikamente (z. B. Kortisonpräparate)
• Ein Diabetes mellitus, der nicht eingestellt ist.
• Schwerwiegende Herz,- Leber-, Nieren- oder Bluterkrankungen
• Erkrankungen des Bindegewebes oder der Knochen – rheumatische Erkrankungen
• Eine erhöhte Blutungsneigung
• Erhöhte psychische Erkrankungen und Drogenabhängigkeit
• Nikotinabusus

Es ist abhängig von der Schwere der Erkrankung, ob der behandelnde Implantologe die Behandlung durchführt, dieses wird dieser im Vorfeld mit einem Facharzt klären.

Doch auch örtliche Gegenanzeigen können dazu führen, dass eine Implantatsbehandlung nicht ohne vorbereitende Maßnahmen durchgeführt werden kann. Dazu zählen:

• Ein unzureichendes und/oder ein schlechtes Knochenangebot
• Die Gefährdung von wichtigen Strukturen, wie die Wurzeln der Nachbarzähne oder der Nervenäste
• Eine schlechte Mundhygiene
• Orale Erkrankungen der Mundschleimhaut oder des Zahnhalteapparates
• Bei Schmerzzuständen im Kieferbereich die ungeklärt sind
• Bei ungünstigen Bissverhältnissen
• Bei Zähneknirschen, in diesem Fall ist eine Überlastung des Implantats möglich.
• Wenn das Kieferwachstum nicht abgeschlossen ist.
• Wenn die ästhetischen Ansprüche des Patienten nicht zu befriedigen sind.

Wie läuft eine Implantatsbehandlung ab?

Der erste Ansprechpartner im Bezug auf eine Implantats-Behandlung sollte der Zahnarzt sein. Sollte dieser kein Experte sein, wird er seinen Patienten an einen dementsprechenden Oralchirurgen überweisen, der auf dem Gebiet spezialisiert ist. Sollte der eigene Zahnarzt eine Implantats-Behandlung ablehnen, dann sollte auf jeden Fall noch eine zweite Meinung eingeholt werden.

Phase 1: die Aufstellung des Kostenplans

Dafür wird zuerst eine ausführliche Diagnose erstellt, das Ergebnis besprochen und die Möglichkeiten der Implantats-Behandlung erklärt sowie auch dementsprechende Alternativen. Dann erstellt der behandelnde Arzt die Kostenpläne, sodass der Patient einen Überblick hat, welcher Zahnersatz in sein Budget passt. Des Weiteren wird dem Patienten auch der gesetzliche Zuschuss der GKV genannt.

Die Behandlung selbst

Nach der Entscheidung für ein Implantat beginnt die Behandlung, das heißt, das Implantat wird gesetzt. In der Regel wird das unter einer Lokalnarkose durchgeführt. Eine Vollnarkose wird nur in Ausnahmefällen vorgenommen, wie beispielsweise bei sehr ängstlichen oder unruhigen Patienten. Nachdem das Implantat gesetzt ist, wird es mit einer Schraube verschlossen und die Schleimhaut über dem Implantat wird vernäht. Jetzt beginnt die Einheilphase, die je nach Knochenstruktur zwischen drei bis sechs Monate dauern kann. Anschließend wird das Implantat freigelegt, nachdem eine radiologische Kontrolle erfolgt ist. Jetzt wird der Zahnersatz gefertigt.

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