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Warum schläft der Mensch?

Warum schläft der Mensch? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Medizin bereits seit vielen Jahren. Mit der Zeit hat sich daraus ein eigenes Forschungs-Teilgebiet entwickelt, die Somnologie. Welchen Grund der Schlaf hat, ist bislang selbst der Medizin nicht vollständig klar. Fakt ist aber, dass Schlaf lebenswichtig ist. Ohne Schlaf treten bereits nach wenigen Tagen schwere Bewusstseinsstörungen auf. Schlafentzug ist daher eine nach wie vor verbreitete Foltermethode.

Zu den derzeit bekanntesten Theorien über die Funktion des Schlafens gehört unter anderem, dass Schlaf der Verarbeitung von Informationen dient oder die verschiedenen Prozesse im Körper wieder in Gleichklang bringen soll. Ein weiterer Ansatz geht davon aus, dass Schlaf eine regenerative Funktion erfüllt, da Schlafentzug die Wundheilung und Immunabwehr negativ beeinflussen kann.

Während er schläft, durchlebt jeder Mensch verschiedene Phasen. Gesteuert werden die insgesamt 5 Schlafphasen neurologisch. Schlafforscher haben festgestellt, dass jede einzelne Schlafphase durch bestimmte Gehirnwellenmuster charakterisiert ist. Dabei ist der Medizin eine Besonderheit aufgefallen: In den Phasen I – IV sinken Puls, Atemfrequenz und Blutdruck ab, auch die Gehirnaktivität unterscheidet sich vom Wachzustand. Gänzlich anders das Bild in Phase V, dem REM-Schlaf. Hier wird die Gehirnaktivität wieder hochgefahren, man träumt und es tritt die typische schnelle Augenbewegung (rapid eye movement) auf. Das Paradoxe: Während der REM-Phase blockiert der Körper die Muskulatur. Während einer Nacht können sich die einzelnen Phasen mehrfach abwechseln. Gesteuert wird das Schlafverhalten wesentlich vom Biorhythmus, der sich am Tages- und Nachtwechsel orientiert.

Schlafende Frau

Schlafende Frau ©iStockphoto/ariwasabi

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