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LSF, Solarium und Co.: Das sollten Sie über das Bräunen wissen

Die häufigsten Fehler beim Sonnenbaden und wie Sie dennoch eine gesunde Bräune bekommen:

Sonnenlicht für gute Laune und ein gestärktes Immunsystem

Vorab: Der schier nie enden wollenden Warnungen vor den gefährlichen Sonnenstrahlen zum Trotz – nahtlose Bräune lässt uns gesund und aktiv aussehen und wirkt ästhetisch. Das Sonnenlicht hebt unsere Stimmung, lässt uns wacher und lebendiger fühlen und stimuliert unser Immunsystem – um nur einige der positiven Eigenschaften zu erwähnen.

Wer die Tage in der Sonne jedoch ohne Reue genießen möchte, sollte beim Sonnenbaden dennoch einiges beachten.

Sonnenschutz und Co – Tipps zur Vorbereitung auf das Sonnenbad

Endlich! Laut Wetterprognose steht tagelang nur blauer Himmel und Sonnenschein auf dem Programm. Schnell den Bikini anziehen und ab in die Sonne! Aber Moment mal – habe ich da nicht etwas vergessen? Wie war das doch gleich mit LSF und UV-A? Oder war es UV-B?

UV-Strahlen treffen als Teil des Sonnenlichts auf die menschliche Haut. Beim Absorbieren der Strahlung wird Strahlungsenergie frei. Ist die Energiemenge zu groß, können Schäden hervorgerufen werden, wobei zwischen UV-A-Strahlen und UV-B-Strahlen unterschieden wird. UV-A-Strahlen, welche für eine kurzfristige Bräunung der Haut verantwortlich sind, sind hauptsächlich verantwortlich für verschiedene Arten von Hautschädigung wie Hautalterung, Allergien oder Pigmentflecken. UV-B-Strahlen sorgen für lang anhaltende Bräune und sind demgegenüber die Hauptverursacher von Sonnenbrand, Hautalterung und Hautkrebs.

Um sich vor den negativen Auswirkungen der UV-Strahlen zu schützen und dennoch braun zu werden, sollten Sie sich auf das Sonnenbad vorbereiten:

1. Wenden sie ein Gesichts- und Körperpeeling an, bevor sie sich das erste Mal sonnen lassen. Dadurch vermeiden Sie eine ungleichmäßige Bräunung.
2. Tragen Sie mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad einen Sonnenschutz mit entsprechendem LSF auf, wobei gefährdete Körperstellen wie Schultern, Nase, Fußrücken, Wange, Ohren, Kinn, Nacken, und Lippen besonders berücksichtig werden müssen.
3. Um auch Ihre Augen vor Sonnenschäden zu schützen, tragen Sie immer eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.

Zum Thema Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor (LSF), welcher sich ausschließlich auf die UV-B-Strahlen bezieht, ist ein Maß für die Wirksamkeit von Sonnenschutzmittel. Er gibt jenen Faktor an, um den jene Zeit verlängert werden kann, die man bis zum Auftreten einer Hautrötung ungeschützt in der Sonne verbringen kann. Um die Zeit zu errechnen, die man ohne Schutz in der Sonne verbringen kann, ist es notwendig, seinen Hauttyp zu kennen.

Vier Hauttypen werden unterschieden:

Der Hauttyp I ist gekennzeichnet durch sehr helle Haut und helle Augen, rötliche oder hellblonde Haare und viele und häufige Sommersprossen Er wird annähernd immer rot, bräunt nicht und bekommt schnell schwere Sonnenbrände. Hier beträgt die Eigenschutzzeit der Haut zwischen 5 und 10 Minuten.

Beim Hauttyp II sind die helle Haut, helle oder dunkle Augen, blonde Haare, wenige oder selten auftretende Sommersprossen charakteristisch. Der Typ wird häufig rot, bräunt nur selten und bekommt schnell einen Sonnenbrand. Die Eigenschutzzeit beträgt zwischen 10 und 20 Minuten.

Der Hauttyp III hat hellbraune Haut, dunkelblonde oder hellbrauen Haare und keine Sommersprossen. Er bräunt durchschnittlich und es treten manchmal Sonnenbrände auf. Die Haut-Eigenschutzzeit beträgt zwischen 15 und 25 Minuten.

Die Kennzeichen des Hauttyps IV sind hellbrauen oder dunkelbraune Haut, eher dunkle Augen und dunkle Haare. Der Hauttyp bräunt schnell und bekommt selten einen Sonnenbrand. Die Eigenschutzzeit beträgt zwischen 20 und 30 Minuten.

Solarium

Solarium ©iStockphoto/Ridofranz

Bei einer längeren Aufenthaltsdauer in der Sonne ist ein Sonnenschutz mit entsprechendem LSF zu verwenden, um Hautschäden zu vermeiden. Dabei wird der LSF mit der Eigenschutzzeit des jeweiligen Hauttyps multipliziert, um die Dauer des Aufenthaltes in der Sonne zu errechnen.

Während des Sonnenbadens sollten Sie auf Folgendes achten:

1. Erneuern Sie den Sonnenschutz regelmäßig, etwa alle zwei Stunden, vor allem dann, wenn sie viel schwitzen oder sich lange im Wasser aufgehalten haben. Wasserfeste Sonnencremes verlieren nach etwa 80 Minuten im Wasser ihre Wirkung.
2. Sonne trocknet die Haut aus. Trinken Sie etwa zwei bis drei Liter Wasser pro Tag!
3. Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne. Verbringen Sie höchstens zwei Stunden pro Tag direkt in der Sonne und begeben Sie sich dann in einen schattigen Bereich. Doch Vorsicht: Nicht auf den Sonnenschutz vergessen! Auch im Schatten treffen die UV-Strahlen auf Ihre Haut.
4. Meiden Sie die Mittagssonne in der Zeit von 11 bis 15 Uhr!

Bräunungshilfen und Co – Tipps für kühlere Tage

So ein Mist! Kaum im Freibad den Liegestuhl zurechtgerückt, ziehen auch schon Regenwolken auf. Also alles wieder in die Tasche packen und zurück in die eigenen vier Wände. Aber muss ich deshalb wirklich auf meine heißersehnte gebräunte Haut verzichten?

Wenn’s mit dem Wetter mal nicht so klappt, greift man gern auf Alternativen zurück, um die gewünschte Bräune der Haut zu erzielen.

Bräune aus dem Solarium

Eine der beliebtesten Alternativen ist nach wie vor die Sonnenbank. Die wohltuende Wärme kann ebenso wie die Sonnenstrahlen die Laune heben. Jedoch sollten immer folgende Grundregeln für die Benutzung von Sonnenbanken beachtet werden:

1. Nicht mehr als 50 Sonnenbäder (in Sonne und Solarium) pro Jahr!
2. Auf die Hygiene achten! Um sich vor Bakterien und anderen Erregen zu schützen, sollte Sie die Liegefläche vor Benützung gründliche mit Desinfektionsmittel reinigen.
3. Auf geschultes Personal achten! Ein seriöses Sonnenstudio ist darum bemüht, ein gut ausgebildetes Personal zur Beratung zur Verfügung zu stellen.
4. Vor dem Sonnenbad keine Parfums, Kosmetika und dergleichen verwenden! Dadurch können Hautreizungen, allergische Reaktionen und letztlich schädliche Veränderungen der Haut hervorgerufen werden.
5. Keine Sonnenschutzmittel oder –öl verwenden! Die UV-Strahlen dringen durch das Öl noch tiefer in die Haut ein und verursachen dadurch einen größeren Schaden.
6. UV-Schutzbrille zum Schutz der Augen tragen!
7. Behandeln Sie nach dem Besuch im Solarium Ihre Haut mit After-Sun-Lotions!
8. Meiden Sie die Sonnenbanken, wenn sie unter 18 Jahre alt sind, dem Hauttyp I angehören, viele Muttermale oder bereits Hautkrebs haben.

Vorbräunen im Solarium – Märchen aus tausend und einer Nacht…

Zur Vorbereitung der Haut auf das natürliche Sonnenbad helfen die Besuche der Sonnenbänke nicht. Denn in Solarien kommen hauptsächlich UV-A-Strahlen zum Einsatz, die eine schnelle Bräunung der Haut hervorrufen, jedoch nicht den Eigenschutz der Haut fördern. Dafür sind die UV-B-Strahlen verantwortlich.

Selbstbräuner

Selbstbräuner führen zu einer Färbung der äußeren Hornhautschicht der Haut. Nach der Anwendung dauert es etwa 8 Stunden, bis der Selbstbräuner vollständig wirkt. Danach hält das Ergebnis etwa drei bis vier Tage an. Um eine gleichmäßige Bräunung zu erhalten, sollte man Folgendes beachten:

1. Unebene Haut führt zu einem ungleichmäßigen Ergebnis. Wenden Sie daher vorher ein Gesichts- und Körperpeeling an!
2. Das beste Ergebnis erreichen Sie bei gut durchfeuchteter Haut! Cremen Sie sich vorher oder unmittelbar nach der Anwendung der Bräunungscreme mit einer Feuchtigkeitslotion ein!
3. Auch an den Tagen nach dem Auftragen des Selbstbräuners benötigt die Haut viel Feuchtigkeit, um eine Abschuppung der Haut und somit den Verlust des Bräunungsergebnisses zu verhindern.
4. Die Bräunungscreme nicht zu dick auftragen und sorgfältig in kreisenden Bewegungen einarbeiten.
5. Nach dem Auftragen unbedingt die Hände waschen!
6. Sie haben trotz Befolgung der Tipps Flecken eine zu dunkle Bräunung? Dann verwenden Sie erneut ein Peeling und streichen im Anschluss mit einem in Gesichtswasser getränkten Wattepad über die betroffenen Stellen, um sie aufzuhellen.

Auch hier gilt: Haut, die durch Selbstbräuner braungebrannt erscheint, ist nicht vor den UV-B-Strahlen und somit nicht vor Sonnenbrand geschützt!

After-Sun-Lotions und Co – Tipps für die Zeit danach

Geschafft! Nach ein paar Tagen Brutzeln in der Sonne hat die Haut endlich den gewünschten Braunton. Aber wie lange wird das anhalten?

Um sich an der mühevoll erlangten Bräune lange erfreuen zu können, muss die Haut nach dem Sonnenbaden gepflegt werden:
1. Reinigen: Mit lauwarmem Wasser und einem sanften Duschbad die Haut reinigen. Zu kaltes Wasser sollte nach dem Aufenthalt in der Sonne vermeiden werden, da der Temperaturunterschied zwischen Körper und Wasser zu groß wäre. Auch zu heiße Duschen schaden der Haut, weil sie dadurch noch mehr austrocknen würde. Danach mit einem Handtuch trockentupfen, nicht reiben!
2. Pflegen: Nach dem Sonnenbad muss der Feuchtigkeitshaushalt der Haut wieder hergestellt werden. Dafür gibt es unzählige After-Sun-Lotions, die feuchtigkeitsspendend sind und eine kühlende Wirkung haben.
3. Spezielle Pflege: Die Stellen, die der Sonne am stärksten ausgesetzt waren, wie zum Beispiel Gesicht und Dekolleté, sollten mit Feuchtigkeitsmasken behandelt werden.
4. Wasser: Auch von innen muss der Wasserhaushalt deines Körpers wieder hergestellt werden. Daher über den Tag verteilt mindestens zwei bis drei Liter Wasser trinken!

Kalte Dusche und Co – Erste Hilfe bei einem Sonnenbrand

Oje! Ich bin rot wie ein Krebs! Was mach ich denn jetzt? Durch zu häufiges und unrichtiges Sonnenbaden können Hautschäden mit weit reichenden Folgen entstehen.

Hautschäden durch Sonnenlicht

Es gibt verschieden Arten von Reaktionen der Haut auf Sonnenbestrahlung. Entweder es handelt sich um eine akute Reaktion wie z.B. Sonnenbrand, eine chronische Reaktion, bei der Schäden durch häufige Einwirkung der UV-Strahlen über einen langen Zeitraum auftreten, wie z.B. die Entstehung eines Tumors oder vorzeitige Hautalterung, oder eine entzündliche Reaktion wie die Sonnenallergie.

Der Sonnenbrand selber ist eine Entzündungsreaktion der Haut und gleicht einer Verbrennung. Sie wird durch UV-Strahlen hervorgerufen und tritt drei bis sechs Stunden nach dem Sonnenbad auf. Typische Kennzeichen für einen Sonnenbrand sind Rötung, Juckreiz und Schmerzen, in extremen Fällen auch Blasenbildung.

Erste Hilfe für den Notfall

1. Gehen Sie aus der Sonne! Ziehen Sie sich in lichtgeschützte, kühle Räume zurück. Achten Sie darauf, dass die betroffenen Stellen von Ihrer Kleidung bedeckt werden.
2. Viel trinken!
3. Linderung durch Kühlung können Sie sich durch eine kalte Dusche, feuchte Umschläge oder Kompressen mit Quark oder Joghurt verschaffen.
4. Auch zur Kühlung bei leichten Sonnenbränden geeignet sind After-Sun-Lotions oder wasserhaltige Cremes.
5. Wenn Schmerzen auftreten, können diese mit einem Schmerzmittel (z.B. Aspirin) gelindert werden.

Sollten Beschwerden wie starke Schmerzen, Blasen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten, müssen sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Wenn Sie behutsam mit Ihrer Haut umgehen und Sie richtig schützen, steht einer natlosen und gesunden Bräune nichts mehr im Weg!